Man muss unsere Regierung einfach lieben

Allgemeines:

Das alte Leid: Vorratsdatenspeicherung

  • Das Lieblingsthema von CDU und SPD ist ja die Vorratsdatenspeicherung.Besonders  finde ich die absolute Ignoranz der (nicht von mir!) gewählten „Volksvertreter“. Wird erst so richtig lustig, wenn man es im Zusammenhang betrachtet:Die Polit-Clowns wollen alle Daten zusammenschnorcheln, die sie nur kriegen können. Diese Datenmüllhalde wäre dann eh zu groß, als dass sie es gescheit hinbekämen, die Mengen noch zu sichten. Wenn schon das Bundestagsnetzwerk gehackt wird, sich die Abgeordneten gigabyteweise Mails klauen lassen, dann sind die gesammelten Daten aus der Vorratsspeicherung natürlich absolut bombensicher und die werden sich die Daten natürlich niemals klauen lassen.
  • Aber das Risiko sollte es uns schon wert sein, denn bestenfalls könnte man damit 0,06% mehr Verbrechen aufklären. Die Polit-Clowns haben ja auch bereits mehrfach vom Gericht aufs Maul bekommen, aber sie lernen es einfach nicht. Sah man auch im Februar wieder: die neue Vorratssdatenspeicherung ist rechtswidrig…Nein! Doch! Oh! Die wurde dann auch Vorratsdatenspeicherung zum gefühlt 382. Mal von einem Gericht kassiert.
  • Eine schöne Zusammenfassung der tollen Vorratsdatenspeicherung vom Spiegel inklusive eines Kommentars zum nächsten Anlauf.
  • Übrigens ist die Vorratsdatenspeicherung natürlich nur für schwere Straftaten. Nur blöd, dass „schwere Straftat“ nirgendwo genau definiert ist.

Bundestrojaner

Der NSA/BND-Skandal

Naja, der BND hat also geltendes Recht mit Füßen getreten, und das in vollem Bewusstsein? Egal, passt schon! Die Seite von heise enthält auch einen schönen Rückblick über das gesamte Geschehen, sehr lesenswert.

Kampf gegen den Terror

  • Generell immer schön: wenn irgend ein Gesetz durchgedrückt werden soll, egal was, dann ist es grundsätzlich immer entweder gegen den bösen Terrorismus oder natürlich gegen Kinderschänder. Wie toll das Bekämpfen des Terrorismus damit funktionieut, kann man z.B. in Frankreich,wo man die tolle Vorratsdatenspeicherung bereits 2006 eingeführt hat, ganz toll sehen.
  • Wir haben jetzt quasi kein Bankgeheimnis mehr. Wurde ja schon 2005 mit dem Vorwand „Kampf gegen den Terror“ ausgehöhlt, natürlich gibt es die Kontenabfragen nur in seltenen Ausnahmefällen. Von diesen seltenen Ausnahmen gabe es 2016 auch nur schlanke 300.000 Stück. Kein Wunder, wenn man in einem Land mit 81 Millionen potentiellen Terroristen leben muss… Ach ja, die „normale“ Presse hat sich da natürlich fein bedeckt gehalten, was die Berichterstattung dazu angeht.

Ach kommt, der Vollständigkeit wegen und zur Erinnerung: http://www.dubistterrorist.de

Ich sag ja, wir leben hier wie in einer Bananenrepublik, nur haben wir noch das miese Wetter dazu.

 

Lesen bildet

Manchmal ist es schon erstaunlich, welchen Erkenntnisgewinn das Lesen von Büchern so bringen kann. Wer mal ein wenig anregendes Material braucht, dem empfehle ich:

Nehmen wir doch mal einen Punkt, der uns alle betrifft: die allgemeine Lage der Wirtschaft, die Arbeitslosenzahlen und das Gehalt, was denen gezahlt wird, die (noch) eine Anstellung haben.

Da hört man beispielsweise von unseren Politclowns in jeder beliebigen Nachrichtensendung, dass Deutschland ein Export-Land und wie wichtig demnach der Export für unsere Wirtschaft sei. Und daher sei es ja auch alternativlos, dass die Löhne „konkurrenzfähig“ blieben.

Stellen wir dem doch mal ein paar Fakten entgegen. Das Statistische Bundesamt schreibt zu dem Thema des Exports beispielsweise folgendes:

Die deutsche Wirtschaft ist in hohem Maße exportorientiert und damit auch exportabhängig. Annähernd jeder vierte Arbeitsplatz hängt heute vom Export ab.

Interessant. Denkt man nun über diesen Satz nach, fällt einem schlagartig auf (sollte es zumindest), daß demnach gut 75% eben nicht vom Export abhängen, sondern vom Binnenmarkt.

Stellt sich der interessierte Laie doch also die Frage: wenn doch mehr als drei Viertel der Beschäftigten darin arbeiten, sollten wir nicht viel lieber dafür sorgen, dass unser Binnenmarkt floriert?

Die reale Lohnentwicklung in Europa von den Jahren 2000 bis 2008 kann man einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts entnehmen: In diesen Jahren ging das reale Nettoeinkommen in Deutschland um 0.8% runter, während es in Großbritannien um 26,1% stieg.

Falls jetzt wieder irgend ein Klugscheisser ankommt und uns erzählen will „jaja, aber ab 2009 da gingen die Löhne doch sowas von ab“ – nö, leider auch nicht allzuviel besser.

Kleines Update: die Sendung der Anstalt vom 16.05.2017 greift sehr schön dieses Thema auf. Hier der Faktencheck dazu.

Sicherlich macht es keinen Sinn, eine Lohnsteigerung in diesen 8 Jahren wie in Rumänen von 331,7% zu fordern. Hätte man allerdings die Gehälter so ansteigen lassen wie in Großbritannien, nämlich um 26,1% anstatt sie um 0,8% sinken zu lassen, dann hätten heute die Bundesbürger jeden Monat mal eben 26,9% mehr Geld zum Ausgeben in der Tasche. Und da die Leute eher weniger dazu neigen, wie Dagobert Duck ein Geldbad zu nehmen, würde ein großer Teil des Geldes umgehend wieder ausgegeben werden, was dann die Wirtschaft ordentlich brummen liesse.

Leider hat man bei uns jedoch stattdessen lieber einen Niedriglohnsektor durchgedrückt (zur Erinnerung: das hat weder die Wirtschaftshörige FDP verbrochen noch die wirtschaftsnahe CDU, sondern die Arbeitnehmerpartei SPD), der dazu geführt hat, dass die Leute weniger Geld bekommen und die Arbeitnehmer fast durch die Bank davor Angst haben, irgendwann nicht mehr arbeiten zu dürfen.

Hierzu auch ein interessanter Artikel der Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

Die einzig logische Folgerung:

  1. Abschaffung von Hartz IV und den entsprechenden Regelungen
  2. Anheben des Mindestlohnes auf mindestens 10 Euro
  3. Anheben aller Löhne um mindestens 15%, wir können ja im öffentlichen Dienst schon mal mit gutem Beispiel vorangehen
  4. alle Politiker, die was von „schwäbischen Hausfrauen“ faseln, sofort ihres Amtes entheben und davonjagen. Wer nicht begreift, dass ein Staatshaushalt ein klitzekleines bißchen anders funktioniert als ein Privathaushalt, hat im Bundestag nichts verloren
  5. Umsetzung der Grundidee von Keynes  , nämlich in Zeiten der Krise den Staat nicht sparen zu lassen, sondern stattdessen die Wirtschaft anzukurbeln.
  6. Rücknahme der Senkung des Rentenniveaus. Wurde eh nur gemacht, um der armen notleidenden Versicherungswirtschaft zu helfen.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich BWL noch nie leiden konnte und daher auch kein BWL studiert habe, dass ich auf so abstruse Ideen komme. Schliesslich könnte man ja auch der Trickle-Down-Theorie anhängen, wie es so viele BWL-Schnösel noch tun. Die übrigens absolut für den Eimer ist, aber gewisse Parteien und Leute wollen es ja einfach nicht lernen…

Vereinfacht ausgedrückt, besagt die Trickle-Down-Theorie folgendes: wenn man den oberen Zehntausend („Die Reichen“) einfach nur genug Zucker in den Arsch bläst, dann haben die irgendwann so viel, dass sie es ausgeben müssen und dann fällt auch was für alle darunter ab. Eine sehr schöne Veranschaulichung inklusive einer Gegenüberstellung von Theorie und Praxis findet sich hier.

Update vom 30.04.2016

Ein weiterer Vorteil meiner Ideen wäre, daß die Rente für die Bevölkerung steigen würde. Wenn jemand heutzutage 2000 Euro Brutto verdient, kann er sich auf jeden Fall auf die Altersarmut freuen. Laut der Sendung „Maybrit Illner“ vom 28.04.2016 kommt der Durchschnittsverdiener mit 2900 Brutto und einer durchschnittlichen Lebensarbeitszeit von 37 Jahren auf sagenhafte 880 Euro Rente, was unter der Armutsgrenze liegt.

Gute Arbeit, Freunde der Nacht.

 

C# Programmierung

Ich glaube, so langsam sollte ich meinen Blog umbenennen. Angelehnt an die Beiträge in der „heute show“ könnte ich meinen Blog auch „Marcs Logbuch der Bekloppten und Bescheuerten“ nennen…

Aktuell lese ich grad das Openbook von Galileo zum Thema „C# 2012“. Das Buch ist sehr gut und gerade in Anbetracht der Kosten von 0.00€ absolut sein Geld wert ^^

Was mir aber an der Sprache C# schon mal aufstösst (es handelt sich bisher um Schwachsinn, der aus den Vorgängersprachen C/C++ übernommen wurde):

  • Bei den Variablen und Befehlen wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Das ist auch sinnvoll, denn wer hatte nicht schon mal das unbedingte Bedürfnis, zur Erhöhung der Übersichtlichkeit endlich mal seinen Variablen die Namen „Nachname, NachName, NACHNAME und nachname“ zu geben und in allen vier Variablen unterschiedliche Werte speichern zu können?
  • Bei der Interpretation der Anweisungen werden Zahlen vom Compiler erstmal als Zwischenergebnis wahlweise als Integer(Int32) oder Fliesskommazahl (Double) interpretiert und anschliessend erst in der Zielvariable gespeichert, wie uns das Kapitel 2.3.5 verrät.
    Das führt nun dazu, dass ein „float zahl = 0.123;“ nicht funktioniert. Neineinein, da kommt der Compiler nicht auf die Idee, das Ding direkt als float zu interpretieren sondern wandelt die Zahl munter in den Datentyp double um und heult dann rum, dass er aber keinen double-wert in einen float packen kann, weil double ja größere Zahlen enthalten kann.
    Lösung: „float zahl = 0.123F„, denn dann und nur dann kommt auch der Compiler auf die Idee, dass man in einer Float-Variable womöglich einen float-Wert speichern will.
  • auch sehr schön: konsequenterweise ist das Ergebnis von „double value = 3/4;“ nicht 0.75 sondern 0. Warum? Weil der Hornochse „3“ und „4“ als Integer erkennt, also hat das Ergebnis gefälligst auch ein Integer zu sein. Um dem Compiler hier auf die Sprünge zu helfen, muss man „3.0/4;“ oder „(double) 3/4;“ schreiben. Interessanterweise können anständige Programmiersprachen wie Delphi, VB und AutoIt sowas problemlos.

werde mal weiterlesen, ich bin gespannt, was mich noch hirnrissiges an dieser Sprache erwartet.