Spaß mit MediaMarkt

Ein Traum… war ja neulich im MediaMarkt, um einen Fernseher zu kaufen. Bei der Gelegenheit liess ich mir eine Kundenkarte zum MediaMarkt Club andrehen. Tut ja an sich nicht weh…

Es fing damit an, dass für den Fernseher eine Liefergebühr fällig war. Zuhause guckte ich auf den Werbeflyer für den Club: ah sieh an, eine kostenlose Lieferung eines Großgerätes wäre das Begrüssungsgeschenk. Wie praktisch nur leider zu spät. Hätte uns der Typ im Markt ja auch verraten können…

Nun ja, also registrieren wir uns mal eben auf der Webseite. Aha, geht nicht. Meldung: „Es ist ein Fehler aufgetreten“. Sind mir immer die liebsten Meldungen, die helfen einem so sehr weiter wie „kaputt“.

Mail an den Support geschrieben, man arbeite an der Fehlerbeseitigung. Zwei Wochen gewartet, gleicher Fehler.

Also noch eine Mail abgesetzt an den Laden. Ich sollte es doch mal mit einem anderen Browser versuchen und/oder den Cache leeren. Nett wie ich bin habe ich dann Screenshots von Internet Explorer, Edge und Chrome geschickt – alle mit der gleichen Fehlermeldung wie bei meinem ursprünglich eingesetzten Firefox.

Und guck an, schon fällt den Supportert auf, man habe da evtl. gerade ein kleines technisches Problem, ich sollte es in ein paar Tagen noch mal versuchen. Kennen wir ja schon.

Aber immerhin, nach einer weiteren Woche Wartezeit konnte ich mich schon registrieren. A propos „registrieren“ der neue Fernseher ist in der Liste meiner Einkäufe nicht zu sehen. Also mal fix den Code vom Kassenzettel abgetippt. Die Meldung besagt, dass das Einspielen des Codes 2 Tage oder so dauert. Naja von mir aus…

Ein paar Tage später wieder eingeloggt. Werde von der Meldung begrüsst, dass der Code vom Kassenzettel nicht hinzugefügt werden könne, da die Rechnung mir doch schon zugeordnet sei. Gucke in die Liste meiner Einkäufe: leer. Okay, mittlerweile hab ich so eine Vorstellung davon, wie der MediaMarkt das macht mit „beim dritten erfassten Einkauf bekommen Sie ein Geschenk“…

Aber was immerhin funktioniert, ist der dämliche Werbenewsletter. Da der mir nix bringt, wollte ich den abbestellen. Und was soll ich sagen:

Helden in Strumpfhosen!

Unsere Regierung und so

Ganz allgemein kann man sagen: ich lebe gerne hier in Deutschland. Man könnte es wirklich schlechter treffen. Leider gibt mir unsere Regierung mit ihren Anhängseln aber doch immer wieder zu denken.

Das führt dann auch dazu, dass ich diesen Beitrag hier veröffentliche, ihn wieder rausnehme, in umstrukturiere, wieder reinstelle etc. So ganz glücklich bin ich mit dem Resultat eigentlich nie. Liegt wahscheinlich auch daran, dass ich eben kein gelernter Journalist bin…

Politiker

Über unsere Politiker wird ja fast überall fleissig gelästert. Was meines Erachtens aber auch nicht unbedingt verwunderlich ist.

Nicht zuletzt deswegen, weil unsere Politiker in der ständigen Angst leben, von 82 Millionen Terroristen umzingelt zu sein.

Das alte Leid: Vorratsdatenspeicherung

Das Lieblingsthema von CDU und SPD ist ja die bekanntermasseen die Vorratsdatenspeicherung. Besonders genial finde ich bei diesem Thema die absolute Ignoranz der (nicht von mir!) gewählten „Volksvertreter“. Das wird erst so richtig lustig, wenn man es im Zusammenhang betrachtet:

Die Polit-Clowns wollen alle Daten zusammenschnorcheln, die sie nur kriegen können. Diese Datenmüllhalde wäre dann eh zu groß, als dass sie es gescheit hinbekämen, die Mengen noch zu sichten. Wenn schon das Bundestagsnetzwerk gehackt wird, sich die Abgeordneten gigabyteweise Mails klauen lassen, dann sind die gesammelten Daten aus der Vorratsspeicherung natürlich absolut bombensicher und die werden sich die Daten natürlich niemals klauen lassen.

Aber das Risiko sollte es uns schon wert sein, denn bestenfalls könnte man damit 0,06% mehr Verbrechen aufklären. Die Polit-Clowns haben ja auch bereits mehrfach vom Gericht auf den Deckel bekommen, aber sie lernen es einfach nicht. Sah man auch im Februar 2017 wieder sehr deutlich: die neue Vorratssdatenspeicherung ist rechtswidrig…Nein! Doch! Oh! Wer konnte denn nur damit rechnen? Entsprechend wurde im Juni 2017 dann auch die Vorratsdatenspeicherung zum gefühlt 382. Mal von einem Gericht kassiert.

Eine schöne Zusammenfassung der tollen Vorratsdatenspeicherung vom Spiegel inklusive eines Kommentars zum nächsten Anlauf.

Übrigens ist die Vorratsdatenspeicherung natürlich nur für schwere Straftaten. Nur blöd, dass „schwere Straftat“ nirgendwo so wirklich genau definiert ist.

Aber das mit der fehlenden Definition von „schwerer Straftat“ ist kein Thema, denn demnächst gibt es den Bundestrojaner-Einsatz für jeden Furz. Stellt sich die Frage: Wie viel Überwachung wollen wir wirklich? Scheinbar eine Menge, denn: Jupp, das Gesetz wird auch durchgedrückt.Erwartungsgemäss haben die Pausenclowns das neue Abschnorchel-Gesetz durchgewunken. Klage ist jedenfalls in der Mache. Und eine innere Stimme sagt mir, dass der liebe Gesetzgeber wie auch die letzten Male wieder auf den Sack kriegen wird.

Update vom April 2019: Schöner Artikel bei heise mit dem Titel „Seehofers Geheimdienstgesetz: Die Abrissbirne für die Grundrechte „. Ist aber bestimmt nur zu unserem Besten und so.

Update vom August 2019: Wir brauchen natürlich wie immer mehr Überwachung *gähn*. Ich weiss nicht, was macht man mit Leuten, die zwar ein Schweinegeld kassieren, aber absolut unbelehrbar sind?

Update vom 04.09.2019: es nimmt einfach kein Ende. Endlich wieder mehr Bundestrojaner.

Und jetzt gerade frisch: Zwangsrekrutierung der Privatwirtschaft, Wohnungseinbrüche… nein, es geht nicht um Organisierte Kriminalität. Das heisst, schon: es ist origanisiert und es ist auch kriminell, aber es handelt sich um lustige Ideen des Innenministers.

Ach kommt, der Vollständigkeit wegen und zur Erinnerung: http://www.dubistterrorist.de.

Update vom 14.10.2019: Es ist mal wieder so weit, es gab einen Amoklauf. Diesmal in Halle und zur Abwechslung sind es mal die bösen Spieler schuld. Klar, klingt logisch, der Schütze hat bestimmt in Counter Strike trainiert. Ich bin mir ganz sicher, seine Bundeswehr-Zeit, die hat nix damit zu tun, wurde er bestimmt nicht an der Waffe ausgebildet.

Meine Lieblings-Polit-Clowns der CDU/CSU haben ja ihr „Ich will mehr Vorratsdatenspeicherung“ auf einem Hotkey liegen und da natürlich auch sofort draufgehämmert. Was auch sonst.

Sehr schön ist ja die Aussage “ Heute spielt annähernd jeder Mensch Computerspiele. Je jünger jemand ist, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass er oder sie bereits gespielt hat. Das bedeutet, fast jeder, der eine Straftat begeht, hat auch Computerspiele gespielt.“ (Quelle).
Von daher würde ich dringend empfehlen, endlich Brot zu verbieten. Denn fast jeder Amokläufer hat am Morgen vor seiner Tat Brot gegessen. Warum tut denn niemand was?!
Ach ja, der Postillon hat sich auch der Sache angenommen.

Weitere Gesetzgebung

Aber auch sonst lässt sich unsere Regierung nicht lumpen…

  • Eine Frau behauptet nach nur 6 Jahren, sie sei sexuell belästigt worden. Beweise gibt es keine, braucht sie aber auch nicht. Denn der Mann wird verurteilt, scheinbar eben aus keinem anderen Grund, als dass er ein Mann ist. Um sicherzustellen, dass das auch in Zukunft so bleibt, soll endlich das Sexualstrafrecht verschärft werden. Gefällt mir.
  • Generell immer schön: wenn irgend ein Gesetz durchgedrückt werden soll, egal was, dann ist es grundsätzlich immer entweder gegen den bösen Terrorismus oder natürlich gegen Kinderschänder. Im Idealfall ist es gegen Raubmordkopierende Terroristische Kinderschänder, wer soll da schon nein sagen? Wie toll das Bekämpfen des Terrorismus mit der ultimativen Daten-Abschnorchelung funktioniert, kann man z.B. in Frankreich, wo man die tolle Vorratsdatenspeicherung bereits 2006 eingeführt hat, ganz gut sehen. Nämlich überhaupt nicht.
  • Wir haben jetzt quasi kein Bankgeheimnis mehr. Wurde ja schon 2005 mit dem Vorwand „Kampf gegen den Terror“ ausgehöhlt, natürlich gibt es die Kontenabfragen nur in seltenen Ausnahmefällen. Von diesen seltenen Ausnahmen gabe es 2016 auch nur schlanke 300.000 Stück. Kein Wunder, wenn man in einem Land mit 82 Millionen potentiellen Terroristen leben muss… Ach ja, die „normale“ Presse hat sich da natürlich fein bedeckt gehalten, was die Berichterstattung dazu angeht.
  • rein theoretisch gibt es das Konzept „Die Früchte des verbotenen Baums“. Das besagt, dass zu Unrecht gewonnene Beweismittel nicht vor Gericht verwertet werden dürfen. So wirklich funktionieren tut es aber scheinbar nur in den USA, nicht bei uns. Denn wenn man durch eine unrechtmäßige Untersuchung zufällig noch was anderes rausfindet, kann man das ja doch verwenden, wäre ja schade drum. Der beste Rechtsstaat den man für Geld kaufen kann!
  • Ein echtes Highlight sind die Vorschläge von unserem Innenminister Seehofer, siehe hier. Der Artikel heisst nicht umsonst „Die Abrissbirne für die Grundrechte“. Da fällt einem echt nichts mehr zu ein. Zumindest nichts, was druckreif wäre.
  • Dass die Adressen der „normalen“ Bürger vom Einwohnermeldeamt verschachert werden können – Schwamm drüber! Aber auch die von Den Politikern? Nee, da muss man doch was tun, muss man da doch! Die Bachstelze hat zwei gleiche Beine, besonders das Rechte. Dazu hat sich am 30.09.2019 auch heise geäussert. Ist immer wieder schön, wie genau die Parteien und Politiker, die einem die Scheisse eingebrockt haben, dann nach Ausnahmen quengeln, wenn es sie selbst betrifft.
  • Am 30.09.2019 konnte man dann bei heise lesen, dass das Prinzip der Datensparsamkeit doch total doof sei. Klar, liebe CDU, ich hatte auch nicht erwartet, dass Ihr irgendwas begriffen habt. Passt also ins Gesamtbild.

Dann gab es ja noch den BND-Skandal. Man erinnert sich eventuell: der BND als Helfer der NSA. Da hat also der BND geltendes Recht mit Füßen getreten, und das in vollem Bewusstsein? Egal, passt schon! Die Seite von heise enthält auch einen schönen Rückblick über das gesamte Geschehen, sehr lesenswert.

Die Polizei

Mal eines vorweg: die meisten unserer Gesetzeshüter tun unter den gegebenen Umständen ihr Bestes und ich möchte deren Job nicht mal geschenkt haben. Leider gibt es trotzdem gewisse Auswüchse, die mir nicht gefallen.

Bei diesen Fällen sagt eine befreundete Polizistin immer gerne „Du warst nicht dabei!“. Stimmt. Du aber auch nicht. Und wie es in einem meiner Thriller so treffend geschrieben stand, ist es bei der Polizei ein Reflex, erst mal die Kollegen zu decken. Immer gern genommen: wer die Polizisten dann anzeigt, kriegt vollautomatisch (haben die wahrscheinlich als Hotkey auf F1 liegen) seinerseits eine Anzeige wegen „Widerstand gegen die Staatsgewalt“.

  • Polizei legt sich lieber nicht besoffenen Fussball-„Fans“ an.
  • Die CDU, FDP und AFD wollen die Kennzeichnungspflicht für Polizisten wieder aufheben. Weil das würde die Polizisten ja unter Generalverdacht stellen. Die gesamte Bevölkerung mit Vorratsdatenspeicherung und Bundestrojaner unter Generalverdacht stellen, das ist ok. Aber die Polizei? Das geht nicht…weil…weil…äh… dann könnte ja jemand, der von einem Pulk von 10 Polizisten verprügelt werden sollte, ja womöglich anhand der ID-Nummer einen der Täter benennen und das ginge ja gar nicht! (Wobei ich nicht unterstellen will, dass die Polizei wahllos Leute verprügelt aber zum einen soll es beim G20 Gipfel ja einigen Reportern so gegangen sein und zum anderen: wie war das doch gleich mit „aber Sie haben doch nichts zu verbergen“?)
  • Aber die Dinger sind ja auch zu anfällig und zu schwer. Soso.
  • immerhin würde unsere Polizei auch niemals ihre Überwachungstechnik zu illegalen Zwecken einsetzen. Upps, scheinbar doch.
  • Wie, Akten rausgeben die die NSU-Morde betreffen? Och da machen wir doch mal eine Sperrfrist von…äh… 120 Jahren!.
  • Gibt auch sehr nette Dokus zum Thema Polizeigewalt: Sendung 1 und Sendung 2.

Also kein Grund zu Sorge… Wie heisst der Spruch bei den „Bernie und Ert“-Videos so treffend: „Ich werd‘ hier noch bekloppt!“.

DHL schlägt wieder zu

Ein Traum, sag ich Euch! Eigentlich sollte DHL mir heute ein Paket zustellen. Meine Verlobte war auch den ganzen Tag da, nur hat der Paketbote keine Lust gehabt, hier auch zu klingeln.

Um 16:54 fällt dem lustigen Verein dann ein, man könnte ja das Paket einfach in einer verkehrstechnisch möglich beschissen liegenden Paketfiliale abgeben und Feierabend machen.

Passend dazu kam dann noch eine lustige Mail mit dem Betreff „Zustellbenachrichtigung“. Ja nee, am Arsch. Das ist eher eine „Keinen Bock mehr, ich mache Feierabend“-Benachrichtigung.

Scheint halt enorm schwierig zu sein, den grundlegenden Zusammenhang zwischen einer Türklingel und dem erfolgreichen Zustellen eines Paketes zu verinnerlichen. Vor allem wenn es a) einfacher ist, den ganzen Rotz in die nächste Paketfiliale zu feuern und b) wenn die Leute zu blöde sind, diesen Zusammenhang zu begreifen.

Mir würden da noch ein paar lustige Bezeichnungen einfallen, aber das verbietet mir die Höflichkeit. Es kämen jedoch die Silben „Arsch“, „es“, „loch“ und „dumm“ darin vor. Zusammenbauen müsst Ihr Euch das jedoch selbst.

Immer Ärger mit der Technik…

Eine gar lustige Geschichte. Naja oder auch nicht. Also eigentlich wollten wir nur eine Klimaanlage im Wohnzimmer angebracht haben. Ein Splitgerät, kein mobiles Teil.

Also zwei Angebote eingeholt. Der mit dem besseren Angebot riet uns, vorher mal die Leitungen prüfen zu lassen, nicht dass da die Sicherung rausfliegt oder so. Gute Idee, haben wir auch gleich eingesehen.

Ergebnis: wir haben ein paar Sicherungen, keine davon hat einen FI-Schutz. Nein, keine einzige, auch nicht die fürs Badezimmer. Fängt ja gut an. Also neuer Plan: wir lassen ein paar neue Sicherungen mit FI setzen und über eine neue Fußleiste mit Kabelkanal statten wir zumindest das Wohnzimmer neu aus, so dass meine PC-Ecke, die von meiner Verlobten, die TV-Ecke und die künftige Klimaanlage jeweils über eine eigene Sicherung laufen. Hat auch geklappt, aber der gute Mann war insgesamt quasi zwei komplette Arbeitstage hier am Werkeln. Wenn ich die Rechnung kriege, kippe ich wahrscheinlich aus den Latschen.

Wo wir schon dabei waren, haben meine Verlobte und ich auch mal spaßeshalber alle Sicherungen nacheinander runtergemacht um rauszukriegen, was denn eigentlich an welcher Sicherung hängt. Kurz gesagt: stellt Euch ein Wollknäuel vor. Ungefähr so sieht die Zuordnung von Sicherungen zu Zimmern aus. So Scherze wie „Kinderzimmer, Schlafzimmer und das Bedienfeld des Ceranfeldes“. Herrlich.

Beim Einschalten der Sicherungen flatschte die vom Wohnzimmer sofort wieder runter. Noch mal hoch – alles gut. Aber: der Samsung-TV hatte es hinter sich. Abholung und Fehleranalyse haben nur 69.- gekostet und das offensichtliche gebracht: Reparatur würde bei knapp 400.- liegen, somit Friede seiner Asche.

Hm gucken wir doch mal auf die Rechnung – aha! Der Samsung war exakt 2 Jahre und 11 Tage alt. Sauber, Samsung! Nicht nur, dass die einem mit ihrer Kack-TV-App auf den Sack gehen, die haben auch das Abrauchen ihrer Geräte perfekt auf das Ende der Gewährleistung abgestimmt. Respekt.

Mal eben bei Mediamarkt einen neuen Fernseher geordert, diesmal von Sony. Und diesmal mit 5 Jahren verlängerter Garantie für solche und andere Gelegenheiten.

Heute morgen dann mit dem Fahrrad in den Dienst gefahren und was soll ich sagen: der Frontscheinwerfer sagt nix mehr. Vielleicht sonst noch irgendwas, was gerade abrauchen möchte?!

Nachmittags dann das neue TV-Gerät angeklemmt und was soll ich sagen: deutlich besseres Bild als der Samsung, das Schwarz ist ein echtes Schwarz und vor allem hab ich beim Samung sehr lange gebraucht, bis der Audio Return Channel zum AV-Receiver funktioniert hat. Bei dem Sony: anstecken, läuft. Einfach so. Ich bin jetzt fast enttäuscht, ich hatte mich auf zwei Stunden Konfigurations-Marathon „gefreut“.

Apropos „freuen“: der Elektriker wollte ja heute in knapp einer Stunde fertig sein. Gedauert hat es 7 Stunden. Unter anderem, weil eine der neuen FI Sicherungen immer sofort rausknallte. Fazit war ein ominöses Kabel, von dem keiner weiss, wo es hingeht und welchen Zweck es hat, aber es führte auf jeden Fall Saft an einer Stelle zurück, wo keiner zurückgeführt werden sollte. Und so ein FI hat an dieser Stelle erstaunlich wenig Sinn für Humor (ist ja auch sein Job, da humorlos zu sein).

Fazit: 60% der Verkabelung der Wohnung erneuert, ein neuer Fernseher. Das Einzige, was wir nicht haben , ist eine Klimaanlage. Und kriegen auch erst mal keine, weil wir erst mal den Fernseher und den Elektriker bezahlen dürfen. *seufz*

Und da ich gerade so einen Run mit Technik habe, hat sich auch die externe Platte, auf denen ich meine TV-Dokus speichere, schrittweise verabschiedet. Zum Glück konnte ich bis auf 5 V ideos alles andere retten. Aber für eine relativ unbenutzte Platte schon kein starkes Ergebnis.

LUA unter Windows

LUA ist laut Eigenwerbung klein, portabel und läuft fast überall. Nun gut, dann bringen wir es auf einem exotischen System wie Windows doch mal zum Laufen…

  1. Aufsuchen von http://lua.org – aha, dort empfehlen die entsprechende Distributionen wie LuaDist. Gut, lade ich die doch mal runter
    1. Hui, da ist ja sogar Lua 5.1.5 drin. Okay, aktuell ist 5.3.5 aber wir wollen ja nicht kleinlich sein… ach so, will ich doch.
    2. Aber egal, lassen wir den mal eben auf ein Testscript los. Ah, winapi.dll fehlt. Klar, deswegen lädt man ja auch die Windows-Distribution runter, damit die winapi fehlt. Wenn man die Datei dann von Hand ergänzt, findet er die DLL, meldet dann aber „Das angegebene Modul wurde nicht gefunden“. Perfekt.
  2. Naja es gibt ja auch „Lua for Windows“. Guck an 5.1.5. Ohne Worte.
  3. Stattdessen also die Installation von Zerobrain und alles läuft soweit gut. Allerdings fehlt mir da die Möglichkeit, meine Scripte auch aus der Kommandozeile heraus zu starten. Wenn man das Lua.exe von denen aus der Kommandozeile heraus startet, findet er keine Include-Dateien. Sehr schön.
  4. Dann nehmen wir also die nackte lua 5.3 als Zipfile. Alles etwas kahl, keine Libraries und überhaupt, aber die kann man ja dazu kopieren. Hm, Winapi.dll nicht gefunden. Okay, kopieren wir die halt dazu. Was soll ich sagen: „Das angegebene Modul wurde nicht gefunden.“.
  5. Was empfiehlt die originale LUA-Seite denn noch? Ah, selbst compilieren. Easy.
    1. Einfach nur den MinGW installieren
    2. Den Sourcecode runterladen und entpacken
    3. Umgebungsvariable Path editieren
    4. Make clean; make mingw; make install laberrhabarber….
    5. Noch mal Path editieren
    6. LuaRocks installieren
  6. Leute, habt Ihr noch nie ein Setup einer klassischen Windows-Anwendung gesehen? Solltet Ihr unbedingt mal probieren: Doppelklick auf Setup.exe, Enter, Enter, fertig, läuft. Wenn ich nur mal eben eine kleine Scriptsprache installieren will, möchte ich eben nicht schlanke 400 MB Compiler auf die Platte rotzen! Und das schon gar nicht auf jedem PC wo das fertige Script mal laufen soll.
  7. Fazit: nur Bekloppte! Werde mir das Teil für die Nutzung z.B. in Cheat Engine natürlich weiter ansehen, aber für die Benutzung als Alltags-Scriptsprache ist das Teil nicht wirklich tragbar.

Menschen und ihre Anreize

Falls mal jemand was interessantes Lesen möchte: Sucht mal nach den „Freakonomics“ Büchern. Von den Autoren gibt es vier Bände mittlerweile, nur etwas schwer zu kriegen und es geht im Endeffekt um die Frage „Warum machen Menschen das, was sie machen und wie kann man sie motivieren, etwas zu tun oder eben nicht zu tun?“.

In dem Zusammenhang: bin neulich über einen Artikel gestolpert: „Zehn Jahre Finanzkrise – Nichts dazugelernt„. Betrachten wir die Sache doch mal aus der Sicht der Verhaltensforschung: Was haben die Bankster aus der Bankenkrise gelernt?

Versetzen wir uns also mal in die Lage eines Bankmanagers. Er weiss genau, wenn er defensiv agiert, winken keine allzu großen Gewinne und er kriegt somit auch keinen Bonus.

Agiert er jedoch aggressiv und risikofreudig, gibt es zwei Varianten – entweder alles geht gut, dann kriegt er einen fetten Bonus. Oder es geht nicht gut, dann werden die ach so systemrelevanten Banken heroisch von der Allgemeinheit gerettet und ironischerweise bekommt er trotzdem einen fetten Bonus.

Also stellt sich die Sache für den Manager einfach dar: auf Nummer sicher für die Bank gehen und keinen Bonus kriegen oder aber auf Risiko gehen und ganz egal wie es ausgeht, einen fetten Bonus einstreichen.

Tja, nun dürfen wir alle drei Mal raten, was genau die Bankster als Erkenntnis aus der Bankkrise gelernt haben. Denn sie haben etwas daraus gelernt, nur nicht das, von dem die Leute gehofft haben, dass sie es daraus lernen würden…

Samsung mal wieder

Letztes Jahr ist mein Samsung S6 Handy verstorben. Hatte mich da schon immer über diverse Software-Beigaben aufgeregt, die keiner haben will, man aber auch nicht deaktivieren kann.

Nun musste ich mich die Tage wieder über den Samsung TV aufregen. Und zwar ist da so eine „tolle“ App namens „Smart TV+“ drauf.

Und selbige App quasselt vollkommen unmotiviert beim Einschalten des Fernsehers drauf los. Nicht, dass wir sie aktiviert oder gar darum gebeten hätten.

Bei einem normalen Hersteller würde man diese App einfach deaktivieren. Samsung jedoch weiss wieder mal, was gut für seine Kunden ist und was diese wirklich brauchen – und es ist nicht dass, von dem die Kunden denken, dass sie es brauchen würden.

Immerhin stehe ich mit dem Problem nicht allein da. Es gibt einen aktuell 58 Seiten langen Thread (Update 2019-04-20: mittlerweile sind es 97 Seiten. Der Thread wurde als gelöst markiert mit dem Fazit, dass vielleicht irgendwann einmal ein Update kommt, womit man diesen Rotz deaktivieren kann. Oder auch nicht.) im Forum dazu. Da die Anleitung, wie man in das (ausgesprochen böse) Service Menu kommt, in dem Forum immer gelöscht wird, hat die Webseite allaboutsamsung freundlicherweise eine Anleitung dazu geschrieben. Okay, bei meinem Fernseher klappt es leider nicht mit dem Menu, weil meine Exoten-Version irgend eine andere bescheuerte Tastenkombination braucht.

Naja, zumindest weiss ich, von welchem Hersteller ich mir auf keinen Fall jemals wieder ein Gerät kaufen werde, auf welchem sich Apps befinden könnten. Zumindest noch sind die SSDs von Samsung ja okay 🙂

Das wird kein gutes Ende nehmen…

Heute morgen war ich mit meiner Verlobten einkaufen. Vor uns standen an der Kasse beim Aldi sieben junge Mädchen, die gemeinsam alle angetreten waren, um eine (!) Packung Kakaomilchpulver zu holen.

Und die stehen dann da in langer Reihe breitärschig an der Kasse und blockieren das komplette Kassenband. Bewegen sich auch keinen Millimeter nach vorne, weil von den sieben Hühnern exakt sieben vollkommen damit beschäftigt waren, auf ihre verfickten Handys zu glotzen.

Smombies at it’s best! Und die sollen mal unsere Rente zahlen… herrlich!

Dann noch lecker Essen gegangen beim Griechen. Schon ein paar Strassen vorher hörten wir hektisches Geklingel einer Strassenbahn. Der Fahrer ebendieser war stinksauer und hatte auch allen Grund dazu, denn ein Wagen war in zweiter Reihe abgestellt worden und blockierte damit die Schienen der Strassenbahn.

Nach knapp 10 Minuten kam dann eine junge Frau aus 200 Metern entfernung angehetzt, um ihre Karre dann auch endlich aus dem Weg zu räumen. Zugegeben, mit Parken sieht es in der Gegend nicht besonders gut aus, aber muss ich deswegen meine Karre einfach so in die Gegend rotzen nach dem Grundsatz „Nach mir die Sintflut“? Hat mir mein Fahrlehrer anders beigebracht.

DSGVO

Falls einer fragt:

  1. die Seite hier ist rein privat, dient keiner Gewinnerzielungsabsicht und ist daher nicht von der DSGVO betroffen
  2. die Webseite speichert weder Cookies noch IP-Adressen ab
  3. Die Cookie-Warnung habe ich trotzdem eingebaut, falls WordPress automatisch ein Cookie setzt, für das ich aber nix kann
  4. nur Bekloppte.

 

Lesen bildet

Manchmal ist es schon erstaunlich, welchen Erkenntnisgewinn das Lesen von Büchern so bringen kann. Nicht zwingend wird dabei das komplette Weltbild umgekrempelt, aber man lernt halt doch noch einige interessante Sachen dazu, die einem so nicht bewusst waren.

Und nebenbei lernt auch einige schöne Ausdrücke kennen:

Status-Quo-Bias
Die Vorliebe, Dinge so zu lassen wie sie sind

„Premortem“
statt einer Post-Mortem-Analyse (der Patient ist bereits tot) wird vorher überlegt: okay, es ging schief.. woran könnte es gelegen haben. Anschliessend wird versucht, das Eintreten eben dieser Fehler zu verhindern

„Kontrafaktisch“
Überlegungen, die eine nicht eingetretene Situation betreffen. „Wenn ich als Frau geboren worden wäre“ – tja, bin ich aber nicht und wir werden nie herauskriegen können was genau dann geschehen wäre

„Wahr aber nutzlos“
Eine genaue Analyse über die Probleme beispielsweise in Entwicklungsländern ist zwar keine schlechte Idee, hilft aber meistens nicht weiter. Interessanter sind da konkrete Dinge, die man „mal eben“ tun kann.

„Erklärte Präferenz“
Das ist das, von dem die Leute selbst behaupten, dass es ihnen wichtig sei bzw. woran sie glauben.

„Beobachtete Präferenz“
Im Gegensatz zu der erklärten Präferenz ist die beobachtete Präferenz das, was den Leute wirklich wichtig ist bzw. was sie glauben. Häufig gibt es starke Abweichungen zu den offenbarten Präferenzen.

Entscheidungsparalyse
Wenn man den Leuten zu viele Optionen bietet, neigen sie dazu, gar nichts zu wählen. Beispielsweise verkauft man mehr Marmelade, wenn man in einem Laden 6 Sorten zum Probieren anbietet, als wenn man da 24 Sorten hinstellt.

negative externe Effeke
Kosten, die man verursacht, aber nicht selbst trägt.

Kosten internalisieren
Die negativen externen Effekte wieder zum Erzeuger führen. Beispielsweise CO2 Steuer

Wer also mal ein wenig anregendes Material braucht, dem empfehle ich folgende Bücher:

„Das Black Box Prinzip“ von Matthew Syed:

Der Autor vergleich die Fliegerei mit der Medizin, was den Umgang mit Fehlern angeht. Während bei der Flugindustrie jeder Fehler untersucht wird, damit sich der Fehler nicht wiederholt, wird bei den Halbgöttern in Weiß ein Fehler lieber unter den Teppich gekehrt, was dann dazu führt, dass die gleichen Fehler noch mal gemacht werden.

Es ist für den Fortschritt unerlässlich, Sachen auszuprobieren, dabei Fehler zu machen, aus ihnen zu lernen und Verbesserungen vorzunehmen. Oft sind die richtig klingenden Ideen nutzneutral, während ein nicht so logisch klingender Weg super funktioniert.

Nicht zuletzt ist es wichtig, seine eigenen Annahmen auf die Probe zu stellen und zu uberprüfen, ob es wirklich so ist, wie es aussieht. Wer die Wirksamkeit einer Massnahme prüfen will, kommt nicht um eine Kontrollgruppe herum, damit man einen Vergleich anstellen kann.

„Freakonomics-Bücher“ von Stephen D. Levitt und Steven J. Dubner

Menschen verhalten sich alles andere als rational. Es geht um die generelle Frage, wie man die Leute dazu bringt, etwas zu tun oder eben nicht zu tun. Was treibt die Menschen an? In einem Wort: es geht um Anreize.

Erstaunlich ist, wie oft ein eigentlich genial klingender Plan, der theoretisch idiotensicher sein dürfte, dann total nach hinten losgeht und nicht nur nicht funktioniert, sondern die Sache sogar noch schlimmer macht.

Die in dem Buch geschilderten Sachen sind stellenweise schon echt schräg, so gehen die Autoren der Frage nach, ob Sumo-Ringer betrügen (ja, tun sie), führen ein Interview mit einem Callgirl über deren Preisgestaltung, zeigen auf warum Drogendealer meistens bei ihrer Mutter wohnen etc.

„Die Schock-Strategie“ von Naomi Klein

Die meisten Leute glauben ja den Blödsinn, der uns so erzählt wird von wegen „Juhu, alle Macht den Firmen! Freien Markt für alle! Der Staat muss schlanker werden und sich vor allem raushalten! Oh, die Banken haben so richtig Scheisse gebaut? Äh, Staat? Nu aber mal hier! Eingreifen, 500 Milliarden Euro den Bürgern aus der Tasche ziehen und uns geben, aber flott!“

Naomi Klein räumt auf mit dem Vorurteil, dass der freie Markt schon alles regeln wird. In dem Buch wird ziemlich schonungslos gezeigt, was für Auswirkungen der ach so freie Markt hat und wie schlimm es werden kann, wenn man den neoliberalen Theoretikern freie Hand lässt.

Stresstest Deutschland“ von Jens Berger:

Wir leben in einer Demokratie. Steht zumindest dran. Hat nur nicht mehr viel mit Demokratie zu tun. Der Autor bestätigt einem das, was auch schon der gesunde Menschenverstand sagt: eine schwäbische Hausfrau ist nicht das gleiche wie eine Volkswirtschaft, die Deregulierung der Märkte hilft nur den Firmenbesitzern und Managern, die Privatisierung des öffentlichen Sektors ist eine echte Scheissidee etc.

Lustig ist, dass diese Tatsachen in der normalen Presse gerne unter den Teppich gekehrt werden. Stattdessen singt man lieber das Hohelied der Neoliberalisierung.

„Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden“ von Gerd Bosbach

Wir begegnen tagtäglich in den Nachrichten und Zeitschriften mit Statistiken und Diagrammen. Hier geht es um das korrekte Verständnis von Statistik und Diagrammen – immer wieder stellt man fest, dass diese Daten in böser Absicht (manchmal auch durch Unfähigkeit) manipuliert werden.

Wir lernen hier, manipulierte Grafiken zu erkennen und vor allem die größeren Zusammenhänge zu beachten. Ein kleines Beispiel: „Dieses Jahr werden 5000 Lehrer neu eingestellt!“. Oh, das ist schön. Gegenfrage: Wie viele Lehrer gehen denn in diesem Jahr in Rente? Upps, dann sieht die Zahl auf einmal nicht mehr so gut aus.

(Auf das Buch musste ich früher oder später ja aufmerksam werden, unter anderem deswegen weil der Autor uns bei der Rheinischen Akademie Köln damals das Programmieren in Pascal beigebracht hat.)

„Switch: Veränderungen wagen und dadurch gewinnen!“ von Chip und Dan Heath

Hier geht es um die Frage, wie man Veränderungen umsetzen kann, sowohl im geschäftlichen Bereich als auch privat. Das Grundkonzept ist, dass der Menschliche Verstand (das Bewusstsein) wie ein Elefantenreiter ist. Das kurzfristig denkende Belohnungssystem (der innere Schweinehund) ist in diesem Sinnbild der Elefant. Der Reiter kann den Elefanten nicht auf Dauer zu etwas zwingen, also muss man Reiter und Elefant gemeinsam motivieren, in die gleiche Richtung zu laufen.

Untermauert wird dieses Konzept durch viele Beispiele von Menschen, die auch ohne eine Machtposition inne zu haben trotzdem sehr viel verändern konnten, indem sie bei der Chefetage sowohl den Reiter als auch den Elefanten ansprachen.

„Der Drache in meiner Garage. Oder die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven“ von Carl Sagan

Hier haben wir eine Liebeserklärung an die Wissenschaft. Der Autor (vergleichbar hierzulande mit Professor Harald Lesch) erklärt uns, wie die wissenschaftliche Forschung funktioniert. Nämlich indem man seine Hypothesen aufstellt und dann zur Diskussion stellt, wobei dann alle anderen versuchen, diese Theorie zu widerlegen.

Je unglaublicher eine Behauptung ist, desto stärker müssen die Beweise dafür sein. Von daher ist dieses Buch eine Anleitung, wie man gegen Aberglauben vorgeht – sei es der angebliche Missbrauch durch Ausserirdische, das Funktionieren von Astrologie oder auch nur komische Statistiken einer Regierung.

„Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt“ von Richard H. Taler

Auch hier geht es um Anreize und die Frage, warum Leute sich für eine bestimmte Möglichkeit entscheiden. Jedoch erheblich anders als beispielsweise bei den Freakonomics.

Denn der Autor stellt durchaus zutreffend fest, dass die meisten Leute zu faul/doof/beschäftigt sind, um sich selbst Gedanken zu machen. Also kann es durchaus im Interesse aller sein, den Leuten sinnvolle Vorgaben zu machen.

Eines seiner Beispiele ist das englische Konzept einer Zusatzversicherung. Da zahlt der Arbeitgeber die nötige Summe in eine Versicherung ein, den Arbeitnehmer kostet es keinen Cent, er muss nur unterschreiben, dass er das auch will. Und nur 51% der Berechtigten nehmen es auch in Anspruch.

Angriff der Algorithmen“ von Cathy O’Neil

Allein schon von Berufs wegen wusste ich das, was dort in dem Buch steht, schon vorher: die automatische Bewertung und Auswertung von Personen und ihren Daten findet forlaufend statt und hat enorme Auswirkungen. Dass Geschäfte ihre potentiellen Kunden bewerten, ist verständlich.

Pervers wird das System aber dadurch, dass ein Bewertungsalgorithmus immer als gottgleich angesehen wird und Fehler als ausgeschlossen betrachtet werden. Bekanntestes Beispiel dürfte wohl die Schufa sein: wer dort einen schlechten Score hat, hat eben Pech gehabt. Warum und wieso der Score schlecht ist? Steht da nicht, interessiert auch keinen und dagegen angehen ist auch schwierig.

Auch hier findet man ähnlich wie beim Black-Box-Buch den Hinweis auf fehlerhafte Feedback-Schleifen. Es wird nicht kontrolliert, ob z.B. jemand, dessen Kreditantrag abgelehnt wurde, bei einer anderen Bank doch einen Kredit bekam und den auch erfolgreich zurückzahlt – was dann nämlich das Potential bietet, den eigenen Algorithmus zu verbessern.