Menschen und ihre Anreize

Falls mal jemand was interessantes Lesen möchte: Sucht mal nach den „Freakonomics“ Büchern. Von den Autoren gibt es vier Bände mittlerweile, nur etwas schwer zu kriegen und es geht im Endeffekt um die Frage „Warum machen Menschen das, was sie machen und wie kann man sie motivieren, etwas zu tun oder eben nicht zu tun?“.

In dem Zusammenhang: bin neulich über einen Artikel gestolpert: „Zehn Jahre Finanzkrise – Nichts dazugelernt„. Betrachten wir die Sache doch mal aus der Sicht der Verhaltensforschung: Was haben die Bankster aus der Bankenkrise gelernt?

Versetzen wir uns also mal in die Lage eines Bankmanagers. Er weiss genau, wenn er defensiv agiert, winken keine allzu großen Gewinne. Agiert er aggressiv und risikofreudig, gibt es zwei Varianten – entweder alles geht gut, dann kriegt er einen fetten Bonus. Oder es geht nicht gut, dann werden die ach so systemrelevanten Banken heroisch von der Allgemeinheit gerettet und ironischerweise bekommt er trotzdem einen fetten Bonus.

Also stellt sich die Sache für den Manager einfach dar: auf Nummer sicher für die Bank gehen und keinen Bonus kriegen oder aber auf Risiko gehen und ganz egal wie es aussieht, einen fetten Bonus einstreichen.

Tja, nun dürfen wir alle drei Mal raten, was genau die Bankster als Erkenntnis aus der Bankkrise gelernt haben. Denn sie haben etwas daraus gelernt, nur nicht das, von dem die Leute gehofft haben, dass sie es daraus lernen würden…