Was fasziniert mich eigentlich an Psychothrillern?
Warum schreibe ich eigentlich Psychothriller?
Diese Frage habe ich mir selbst schon öfter gestellt. Denn wenn man sich meine Geschichten anschaut, geht es selten nur um ein Verbrechen oder darum, herauszufinden, wer der Täter ist.
Mich interessiert vor allem der Mensch dahinter.
Was passiert in einem Menschen, bevor er eine Grenze überschreitet? Welche Gedanken führen dazu, dass aus einer scheinbar normalen Situation etwas Unvorstellbares entsteht? Und wie gut kennen wir die Menschen wirklich, die uns täglich begegnen?
Genau diese Fragen faszinieren mich.
Ich mag Geschichten, bei denen nicht sofort alles offensichtlich ist. Geschichten, bei denen man als Leser glaubt, die Situation verstanden zu haben – und dann plötzlich merkt, dass vielleicht doch alles ganz anders ist.
Dabei muss Spannung für mich nicht immer laut sein.
Manchmal reicht ein Blick, ein seltsamer Satz oder ein kleines Detail, das zunächst völlig bedeutungslos erscheint. Gerade diese leisen Momente können eine Geschichte für mich besonders spannend machen.
Auch deshalb spielen psychologische Aspekte in meinen Geschichten eine große Rolle. Mich interessiert, was Menschen antreibt, wovor sie Angst haben und welche Entscheidungen sie treffen, wenn sie unter Druck geraten.
Bei „Der Trophäensammler“ war genau diese Mischung aus Spannung, Obsession und menschlichen Abgründen ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.
Und auch bei meinem nächsten Thriller „Die verfluchte Schule“ geht es wieder um Geheimnisse, Ängste und Dinge, die besser verborgen geblieben wären.
Natürlich darf dabei auch die düstere Atmosphäre nicht fehlen. Ich liebe es, Schauplätze so zu gestalten, dass man als Leser fast das Gefühl bekommt, selbst dort zu stehen. Ein Ort kann schließlich genauso viel erzählen wie eine Figur.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich Psychothriller so gerne schreibe:
Ich möchte Geschichten erzählen, die nicht einfach mit der letzten Seite verschwinden.
Geschichten, bei denen man das Buch zuklappt und noch einmal über das nachdenkt, was man gerade gelesen hat.
Und vielleicht stellt man sich danach sogar selbst die eine oder andere Frage:
Wie gut kenne ich eigentlich die Menschen um mich herum?
Genau diese Art von Geschichten möchte ich weiterhin schreiben.
Und ich hoffe, ihr habt genauso viel Freude daran, sie zu lesen, wie ich daran habe, sie zu erschaffen.