Immer Ärger mit der Technik…

Eine gar lustige Geschichte. Naja oder auch nicht. Also eigentlich wollten wir nur eine Klimaanlage im Wohnzimmer angebracht haben. Ein Splitgerät, kein mobiles Teil.

Also zwei Angebote eingeholt. Der mit dem besseren Angebot riet uns, vorher mal die Leitungen prüfen zu lassen, nicht dass da die Sicherung rausfliegt oder so. Gute Idee, haben wir auch gleich eingesehen.

Ergebnis: wir haben ein paar Sicherungen, keine davon hat einen FI-Schutz. Nein, keine einzige, auch nicht die fürs Badezimmer. Fängt ja gut an. Also neuer Plan: wir lassen ein paar neue Sicherungen mit FI setzen und über eine neue Fußleiste mit Kabelkanal statten wir zumindest das Wohnzimmer neu aus, so dass meine PC-Ecke, die von meiner Verlobten, die TV-Ecke und die künftige Klimaanlage jeweils über eine eigene Sicherung laufen. Hat auch geklappt, aber der gute Mann war insgesamt quasi zwei komplette Arbeitstage hier am Werkeln. Wenn ich die Rechnung kriege, kippe ich wahrscheinlich aus den Latschen.

Wo wir schon dabei waren, haben meine Verlobte und ich auch mal spaßeshalber alle Sicherungen nacheinander runtergemacht um rauszukriegen, was denn eigentlich an welcher Sicherung hängt. Kurz gesagt: stellt Euch ein Wollknäuel vor. Ungefähr so sieht die Zuordnung von Sicherungen zu Zimmern aus. So Scherze wie „Kinderzimmer, Schlafzimmer und das Bedienfeld des Ceranfeldes“. Herrlich.

Beim Einschalten der Sicherungen flatschte die vom Wohnzimmer sofort wieder runter. Noch mal hoch – alles gut. Aber: der Samsung-TV hatte es hinter sich. Abholung und Fehleranalyse haben nur 69.- gekostet und das offensichtliche gebracht: Reparatur würde bei knapp 400.- liegen, somit Friede seiner Asche.

Hm gucken wir doch mal auf die Rechnung – aha! Der Samsung war exakt 2 Jahre und 11 Tage alt. Sauber, Samsung! Nicht nur, dass die einem mit ihrer Kack-TV-App auf den Sack gehen, die haben auch das Abrauchen ihrer Geräte perfekt auf das Ende der Gewährleistung abgestimmt. Respekt.

Mal eben bei Mediamarkt einen neuen Fernseher geordert, diesmal von Sony. Und diesmal mit 5 Jahren verlängerter Garantie für solche und andere Gelegenheiten.

Heute morgen dann mit dem Fahrrad in den Dienst gefahren und was soll ich sagen: der Frontscheinwerfer sagt nix mehr. Vielleicht sonst noch irgendwas, was gerade abrauchen möchte?!

Nachmittags dann das neue TV-Gerät angeklemmt und was soll ich sagen: deutlich besseres Bild als der Samsung, das Schwarz ist ein echtes Schwarz und vor allem hab ich beim Samung sehr lange gebraucht, bis der Audio Return Channel zum AV-Receiver funktioniert hat. Bei dem Sony: anstecken, läuft. Einfach so. Ich bin jetzt fast enttäuscht, ich hatte mich auf zwei Stunden Konfigurations-Marathon „gefreut“.

Apropos „freuen“: der Elektriker wollte ja heute in knapp einer Stunde fertig sein. Gedauert hat es 7 Stunden. Unter anderem, weil eine der neuen FI Sicherungen immer sofort rausknallte. Fazit war ein ominöses Kabel, von dem keiner weiss, wo es hingeht und welchen Zweck es hat, aber es führte auf jeden Fall Saft an einer Stelle zurück, wo keiner zurückgeführt werden sollte. Und so ein FI hat an dieser Stelle erstaunlich wenig Sinn für Humor (ist ja auch sein Job, da humorlos zu sein).

Fazit: 60% der Verkabelung der Wohnung erneuert, ein neuer Fernseher. Das Einzige, was wir nicht haben , ist eine Klimaanlage. Und kriegen auch erst mal keine, weil wir erst mal den Fernseher und den Elektriker bezahlen dürfen. *seufz*

Und da ich gerade so einen Run mit Technik habe, hat sich auch die externe Platte, auf denen ich meine TV-Dokus speichere, schrittweise verabschiedet. Zum Glück konnte ich bis auf 5 V ideos alles andere retten. Aber für eine relativ unbenutzte Platte schon kein starkes Ergebnis.

Die bei DXO sind auch Füchse

Da will man mal eben ein Bild in Viveza verfeinern und kriegt die Nachricht, dass gerade die Version 2.0 von der Nik Collection erschienen ist. Als Update 59 Euro und dazu gibt es noch „DXO PhotoLab Basic“ kostenlos dazu.

Installiert, gestartet – kackt ab. Meldet noch, dass ein Update, nämlich die Version 2.3 zum Download bereit stehen würde. Kleiner Schönheitsfehler: ich hatte die 2.3 vor 5 Minuten runtergeladen und installiert. Und ja, das „neue“ Setup ist identisch mit dem „alten“ Setup.

Update: auch am 08.06. erhält man beim Start der Software die Meldung, man solle doch das neue Release runterladen und erhält zur Belohnung das Setup, was man vorher schon zweimal runtergeladen hatte…

Als Bonus hat das Drecksprogramm auch noch an den Standard-Verknüpfungen der Bilde rumgespielt. Natürlich ohne Rückfrage.

Helden in Strumpfhosen!

LUA unter Windows

LUA ist laut Eigenwerbung klein, portabel und läuft fast überall. Nun gut, dann bringen wir es auf einem exotischen System wie Windows doch mal zum Laufen…

  1. Aufsuchen von http://lua.org – aha, dort empfehlen die entsprechende Distributionen wie LuaDist. Gut, lade ich die doch mal runter
    1. Hui, da ist ja sogar Lua 5.1.5 drin. Okay, aktuell ist 5.3.5 aber wir wollen ja nicht kleinlich sein… ach so, will ich doch.
    2. Aber egal, lassen wir den mal eben auf ein Testscript los. Ah, winapi.dll fehlt. Klar, deswegen lädt man ja auch die Windows-Distribution runter, damit die winapi fehlt. Wenn man die Datei dann von Hand ergänzt, findet er die DLL, meldet dann aber „Das angegebene Modul wurde nicht gefunden“. Perfekt.
  2. Naja es gibt ja auch „Lua for Windows“. Guck an 5.1.5. Ohne Worte.
  3. Stattdessen also die Installation von Zerobrain und alles läuft soweit gut. Allerdings fehlt mir da die Möglichkeit, meine Scripte auch aus der Kommandozeile heraus zu starten. Wenn man das Lua.exe von denen aus der Kommandozeile heraus startet, findet er keine Include-Dateien. Sehr schön.
  4. Dann nehmen wir also die nackte lua 5.3 als Zipfile. Alles etwas kahl, keine Libraries und überhaupt, aber die kann man ja dazu kopieren. Hm, Winapi.dll nicht gefunden. Okay, kopieren wir die halt dazu. Was soll ich sagen: „Das angegebene Modul wurde nicht gefunden.“.
  5. Was empfiehlt die originale LUA-Seite denn noch? Ah, selbst compilieren. Easy.
    1. Einfach nur den MinGW installieren
    2. Den Sourcecode runterladen und entpacken
    3. Umgebungsvariable Path editieren
    4. Make clean; make mingw; make install laberrhabarber….
    5. Noch mal Path editieren
    6. LuaRocks installieren
  6. Leute, habt Ihr noch nie ein Setup einer klassischen Windows-Anwendung gesehen? Solltet Ihr unbedingt mal probieren: Doppelklick auf Setup.exe, Enter, Enter, fertig, läuft. Wenn ich nur mal eben eine kleine Scriptsprache installieren will, möchte ich eben nicht schlanke 400 MB Compiler auf die Platte rotzen! Und das schon gar nicht auf jedem PC wo das fertige Script mal laufen soll.
  7. Fazit: nur Bekloppte! Werde mir das Teil für die Nutzung z.B. in Cheat Engine natürlich weiter ansehen, aber für die Benutzung als Alltags-Scriptsprache ist das Teil nicht wirklich tragbar.

Auf dem Weg in den Polizeistaat

Hatte schon früher mal was auf dem Blog geschrieben, von wegen dass wir zu viel Überwachung haben und ich mich frage, wer eigentlich die Überwacher überwacht.

Neues Highlight sind die Vorschläge von unserem Innenminister Seehofer, siehe hier. Da fällt einem echt nichts mehr zu ein. Zumindest nichts, was druckreif wäre.

Menschen und ihre Anreize

Falls mal jemand was interessantes Lesen möchte: Sucht mal nach den „Freakonomics“ Büchern. Von den Autoren gibt es vier Bände mittlerweile, nur etwas schwer zu kriegen und es geht im Endeffekt um die Frage „Warum machen Menschen das, was sie machen und wie kann man sie motivieren, etwas zu tun oder eben nicht zu tun?“.

In dem Zusammenhang: bin neulich über einen Artikel gestolpert: „Zehn Jahre Finanzkrise – Nichts dazugelernt„. Betrachten wir die Sache doch mal aus der Sicht der Verhaltensforschung: Was haben die Bankster aus der Bankenkrise gelernt?

Versetzen wir uns also mal in die Lage eines Bankmanagers. Er weiss genau, wenn er defensiv agiert, winken keine allzu großen Gewinne und er kriegt somit auch keinen Bonus.

Agiert er jedoch aggressiv und risikofreudig, gibt es zwei Varianten – entweder alles geht gut, dann kriegt er einen fetten Bonus. Oder es geht nicht gut, dann werden die ach so systemrelevanten Banken heroisch von der Allgemeinheit gerettet und ironischerweise bekommt er trotzdem einen fetten Bonus.

Also stellt sich die Sache für den Manager einfach dar: auf Nummer sicher für die Bank gehen und keinen Bonus kriegen oder aber auf Risiko gehen und ganz egal wie es ausgeht, einen fetten Bonus einstreichen.

Tja, nun dürfen wir alle drei Mal raten, was genau die Bankster als Erkenntnis aus der Bankkrise gelernt haben. Denn sie haben etwas daraus gelernt, nur nicht das, von dem die Leute gehofft haben, dass sie es daraus lernen würden…

Samsung mal wieder

Letztes Jahr ist mein Samsung S6 Handy verstorben. Hatte mich da schon immer über diverse Software-Beigaben aufgeregt, die keiner haben will, man aber auch nicht deaktivieren kann.

Nun musste ich mich die Tage wieder über den Samsung TV aufregen. Und zwar ist da so eine „tolle“ App namens „Smart TV+“ drauf.

Und selbige App quasselt vollkommen unmotiviert beim Einschalten des Fernsehers drauf los. Nicht, dass wir sie aktiviert oder gar darum gebeten hätten.

Bei einem normalen Hersteller würde man diese App einfach deaktivieren. Samsung jedoch weiss wieder mal, was gut für seine Kunden ist und was diese wirklich brauchen – und es ist nicht dass, von dem die Kunden denken, dass sie es brauchen würden.

Immerhin stehe ich mit dem Problem nicht allein da. Es gibt einen aktuell 58 Seiten langen Thread (Update 2019-04-20: mittlerweile sind es 97 Seiten. Der Thread wurde als gelöst markiert mit dem Fazit, dass vielleicht irgendwann einmal ein Update kommt, womit man diesen Rotz deaktivieren kann. Oder auch nicht.) im Forum dazu. Da die Anleitung, wie man in das (ausgesprochen böse) Service Menu kommt, in dem Forum immer gelöscht wird, hat die Webseite allaboutsamsung freundlicherweise eine Anleitung dazu geschrieben. Okay, bei meinem Fernseher klappt es leider nicht mit dem Menu, weil meine Exoten-Version irgend eine andere bescheuerte Tastenkombination braucht.

Naja, zumindest weiss ich, von welchem Hersteller ich mir auf keinen Fall jemals wieder ein Gerät kaufen werde, auf welchem sich Apps befinden könnten. Zumindest noch sind die SSDs von Samsung ja okay 🙂

Das wird kein gutes Ende nehmen…

Heute morgen war ich mit meiner Verlobten einkaufen. Vor uns standen an der Kasse beim Aldi sieben junge Mädchen, die gemeinsam alle angetreten waren, um eine (!) Packung Kakaomilchpulver zu holen.

Und die stehen dann da in langer Reihe breitärschig an der Kasse und blockieren das komplette Kassenband. Bewegen sich auch keinen Millimeter nach vorne, weil von den sieben Hühnern exakt sieben vollkommen damit beschäftigt waren, auf ihre verfickten Handys zu glotzen.

Smombies at it’s best! Und die sollen mal unsere Rente zahlen… herrlich!

Dann noch lecker Essen gegangen beim Griechen. Schon ein paar Strassen vorher hörten wir hektisches Geklingel einer Strassenbahn. Der Fahrer ebendieser war stinksauer und hatte auch allen Grund dazu, denn ein Wagen war in zweiter Reihe abgestellt worden und blockierte damit die Schienen der Strassenbahn.

Nach knapp 10 Minuten kam dann eine junge Frau aus 200 Metern entfernung angehetzt, um ihre Karre dann auch endlich aus dem Weg zu räumen. Zugegeben, mit Parken sieht es in der Gegend nicht besonders gut aus, aber muss ich deswegen meine Karre einfach so in die Gegend rotzen nach dem Grundsatz „Nach mir die Sintflut“? Hat mir mein Fahrlehrer anders beigebracht.

DSGVO

Falls einer fragt:

  1. die Seite hier ist rein privat, dient keiner Gewinnerzielungsabsicht und ist daher nicht von der DSGVO betroffen
  2. die Webseite speichert weder Cookies noch IP-Adressen ab
  3. Die Cookie-Warnung habe ich trotzdem eingebaut, falls WordPress automatisch ein Cookie setzt, für das ich aber nix kann
  4. nur Bekloppte.

 

Lesen bildet

Manchmal ist es schon erstaunlich, welchen Erkenntnisgewinn das Lesen von Büchern so bringen kann.

Man lernt auch einige interessante Ausdrücke und Formulierungen…

Status-Quo-Bias
Die Vorliebe, Dinge so zu lassen wie sie sind

„Premortem“
statt einer Post-Mortem-Analyse (der Patient ist bereits tot) wird vorher überlegt: okay, es ging schief.. woran könnte es gelegen haben. Anschliessend wird versucht, das Eintreten eben dieser Fehler zu verhindern

„Kontrafaktisch“
Überlegungen, die eine nicht eingetretene Situation betreffen. „Wenn ich als Frau geboren worden wäre“ – tja, bin ich aber nicht und wir werden nie herauskriegen können was genau dann geschehen wäre

„Wahr aber nutzlos“
Eine genaue Analyse über die Probleme beispielsweise in Entwicklungsländern ist zwar keine schlechte Idee, hilft aber meistens nicht weiter. Interessanter sind da konkrete Dinge, die man „mal eben“ tun kann.

„Erklärte/offenbarte Präferenz“
Das ist das, von dem die Leute selbst behaupten, dass es ihnen wichtig sei bzw. woran sie glauben.

„Beobachtete Präferenz“
Das ist das, was den Leute wirklich wichtig ist bzw. was sie glauben. Häufig gibt es starke Abweichungen zu den offenbarten Präferenzen.

Entscheidungsparalyse
Wenn man den Leuten zu viele Optionen bietet, neigen sie dazu, gar nichts zu wählen.

negative externe Effeke
Kosten, die man verursacht, aber nicht selbst trägt.

Kosten internalisieren
Die negativen externen Effekte wieder zum Erzeuger geben. Beispielsweise CO2 Steuer

Wer mal ein wenig anregendes Material braucht, dem empfehle ich folgende Bücher:

„Das Black Box Prinzip“ von Matthew Syed:

Der Autor vergleich die Fliegerei mit der Medizin, was den Umgang mit Fehlern angeht. Während bei der Flugindustrie jeder Fehler untersucht wird, damit sich der Fehler nicht wiederholt, wird bei den Halbgöttern in Weiß ein Fehler lieber unter den Teppich gekehrt, was dann dazu führt, dass die gleichen Fehler noch mal gemacht werden.

Es ist für den Fortschritt unerlässlich, Sachen auszuprobieren, dabei Fehler zu machen, aus ihnen zu lernen und Verbesserungen vorzunehmen. Oft sind die richtig klingenden Ideen nutzneutral, während ein nicht so logisch klingender Weg super funktioniert.

Nicht zuletzt ist es wichtig, seine eigenen Annahmen auf die Probe zu stellen und zu uberprüfen, ob es wirklich so ist, wie es aussieht. Wer die Wirksamkeit einer Massnahme prüfen will, kommt nicht um eine Kontrollgruppe herum, damit man einen Vergleich anstellen kann.

Freakononmics-Bücher von Stephen D. Levitt und Steven J. Dubner

Menschen verhalten sich alles andere als rational. Es geht um die generelle Frage, wie man die Leute dazu bringt, etwas zu tun oder eben nicht zu tun. Was treibt die Menschen an? In einem Wort: es geht um Anreize.

Erstaunlich ist, wie oft ein eigentlich genial klingender Plan, der theoretisch idiotensicher sein dürfte, dann total nach hinten losgeht und nicht nur nicht funktioniert, sondern die Sache sogar noch schlimmer macht.

Die Schock-Strategie von Naomi Klein

Die meisten Leute glauben ja den Blödsinn, der uns so erzählt wird von wegen „Juhu, alle Macht den Firmen! Freien Markt für alle! Der Staat muss schlanker werden und sich vor allem raushalten! Oh, die Banken haben so richtig Scheisse gebaut? Äh, Staat? Nu aber mal hier! Eingreifen, 500 Milliarden Euro den Bürgern aus der Tasche ziehen und uns geben, aber flott!“

Naomi Klein räumt auf mit dem Vorurteil, dass der freie Markt schon alles regeln wird. In dem Buch wird ziemlich schonungslos gezeigt, was für Auswirkungen der ach so freie Markt hat, wenn man nicht eingreift und wie schlimm es werden kann, wenn man den neoliberalen Theoretikern freie Hand lässt.

„Stresstest Deutschland“ von Jens Berger:

Wir leben in einer Demokratie. Steht zumindest dran. Hat nur nicht mehr viel mit Demokratie zu tun. Der Autor bestätigt einem das, was auch schon der gesunde Menschenverstand sagt: eine schwäbische Hausfrau ist nicht das gleiche wie eine Volkswirtschaft, Deregulierung der Märkte hilft nur den Firmenbesitzern, die Privatisierung des öffentlichen Sektors ist eine echte Scheissidee etc.

Lustig ist, dass diese Tatsachen in der normalen Presse gerne unter den Teppich gekehrt werden. Stattdessen singt man lieber das Hohelied der Neoliberalisierung.

Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden von Gerd Bosbach

Wir begegnen tagtäglich in den Nachrichten und Zeitschriften mit Statistiken und Diagrammen. Hier geht es um das korrekte Verständnis von Statistik und Diagrammen – immer wieder stellt man fest, dass diese Daten in böser Absicht (manchmal auch durch Unfähigkeit) manipuliert werden.

Wir lernen hier, manipulierte Grafiken zu erkennen und vor allem die größeren Zusammenhänge zu beachten. Ein kleines Beispiel: „Dieses Jahr werden 5000 Lehrer neu eingestellt!“. Oh, das ist schön. Gegenfrage: Wie viele Lehrer gehen denn in diesem Jahr in Rente? Upps.

(Auf das Buch musste ich früher oder später ja aufmerksam werden, unter anderem deswegen weil der Autor uns bei der Rheinischen Akademie Köln damals das Programmieren in Pascal beigebracht hat.)

Switch: Veränderungen wagen und dadurch gewinnen! von Chip und Dan Heath

Hier geht es um die Frage, wie man Veränderungen umsetzen kann, sowohl im geschäftlichen Bereich als auch privat. Das Grundkonzept ist, dass der Menschliche Verstand (das Bewusstsein) wie ein Elefantenreiter ist. Das kurzfristig denkende Belohnungssystem (der innere Schweinehund) ist in diesem Sinnbild der Elefant. Der Reiter kann den Elefanten nicht auf Dauer zu etwas zwingen, also muss man Reiter + Elefant motivieren, in die gleiche Richtung zu laufen.

Untermauert wird dieses Konzept durch viele Beispiele von Menschen, die auch ohne eine Machtposition inne zu haben trotzdem sehr viel verändern konnten.

Der Drache in meiner Garage. Oder die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven von Carl Sagan

Hier haben wir eine Liebeserklärung an die Wissenschaft. Der Autor (vergleichbar hierzulande mit Harald Lesch) erklärt uns, wie die wissenschaftliche Forschung funktioniert. Nämlich indem man seine Hypothesen aufstellt und dann zur Diskussion stellt, wobei dann alle versuchen, diese Theorie zu widerlegen.

Je unglaublicher eine Behauptung ist, desto stärker müssen die Beweise dafür sein. Von daher ist dieses Buch eine Anleitung, wie man gegen Aberglauben vorgeht – sei es Missbrauch durch Ausserirdische, Astrologie oder auch nur komische Statistiken einer Regierung.