Spaß mit dem HP Support

Hatte meiner Verlobten einen HP Envy geschenkt. Vor einem Jahr machte er auf einmal unmotiviert Bluescreens, das lag an einem Update von Microsoft wo HP erst mal seine Firmware nachpatchen musste.

Seit 2 Monaten macht er nun wieder Ärger -diesmal sind es spontane Neustarts. Ganz ohne Bluescreen, einfach nur nur schwarzes Bild und Reboot. Beim Hochfahren kann es sein, dass er das dann während des Hochfahrens direkt noch zwei Mal wiederholt, weil er es kann.

Der Effekt tritt manchmal 3x an einem Tag auf, dann ist aber auch mal wieder zwei Wochen lang Ruhe.

Schatzi hat mit dem Support von HP gesprochen, all deren Diagnose Tools durchlaufen lassen. Dann haben wir Windows zurückgesetzt, hatten aber ein paar Stunden später wieder einen spontanen Reboot.

Daher vom USB Stick gebootet, die Original-Partitionen gelöscht und Windows 10 20H2 draufgebügelt. Wie immer alle Updates nachgezogen – buzz, Reboot. Mit HP gesprochen, Abholung vereinbar.

Rechner wurde von UPS abgeholt. Techniker von HP rief an, wo denn das Problem liege, PC würde doch hoch fahren. Erneut hat Schatzi das Problem geschildert und gesagt, sie sollten vielleicht mal das Netzteil checken.

PC dann am 01.04.2021 zurückgekriegt. Eigentlich sollte eine „detaillierte Beschreibung“ dabei liegen, was sie denn gemacht haben. War aber nicht dabei. Angerufen. Ergebnis: die haben – trommelwirbel – Windows neu installiert! Fuck, Yeah! Das wird es gebracht haben, die installieren das bestimmt viel besser als das Original-Setup von Microsoft…

So, PC wieder angeschlossen. Interessant, die haben Windows neu installiert. Und warum ist dann die Software von vorher noch drauf? Genau…

Um 13:00 haben wir den PC angeschlossen und eingeschaltet. Angefangen, die Dateien zu kopieren, was man halt so auf dem Desktop liegen hat und so. Um 14:33 sagte der PC dann *boot*. Begann mit dem Hochfahren und *boot*. Coole Reparatur, HP. Hätte ich auch geschafft.

Deren nächster Vorschlag war, doch mal die Steckdose zu wechseln woran der PC hängt. Klar, wir machen ja jeden Scheiss mit… und wenn der Kasten dann (erwartungsgemäss) wieder abschmiert, kriegen sie den PC postwendend zurück.

Den Karton für die Rücksendung haben wir jedenfalls noch und ich hab denen diesmal auch eine freundliche Fehlerbeschreibung ausgedruckt die wir auf den Tower kleben werden. Denn der Informationsfluss bei HP scheint auch nicht so der Hit in Tüten zu sein.

Was soll ich sagen: total überraschend ist der PC in den letzten zwei Tagen fünf Mal ausgegangen.

Kiste wieder hingeschickt. Mit Fehlerbeschreibung auf Englisch und Deutsch und einem Screenshot aus dem Eventlog.

15.04.2021
PC ist wieder da. Windows wurde neu aufgespielt (sehr innovativ, HP! Als ob wir das nicht probiert hätten) und sie haben diesmal wenigstens einen Zettel beigelegt. Laut dem Wisch sei alles ok, was wir denn wollten. Naja, so kriegt man die Einträge aus dem Eventlog natürlich auch weg.

Was die bei HP aber anders gemacht haben als ich: die haben meiner Verlobten ein Windows 10 version 1909 aufgespielt. Na gut, aktuell wäre 20H2, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Zumindest war es kein Windows XP.

Und zumindest aktuell weigert Microsoft sich hartnäckig, die Gurke auf was Höheres als 1909 anzuheben. Nur gut, dass das 1909 Release am 11.05.2021 aus dem Support läuft und dann keine Updates mehr kriegt. Wenn ich mich recht entsinne, wollte der PC damals auch nicht wirklich aktualisiert werden.

Nun ja, also versuchen wir mal, mit dem HP-eigenen Support-Assi die Treiber etc. zu aktualisieren. Wenn man das Drecksprogramm startet, kommt nur die Meldung, man müsse es aktualisieren und er öffnet den Microsoft Appstore. Gesagt, getan. Die neue Version muss nun nicht mehr aktualisiert werden. Plärrt aber in durchaus fehlerhaftem Deutsch rum, weil ein Dienst nicht gestartet werden konnte, man sollte doch den PC neu starten. Kann man machen, kann man auch bleiben lassen – es bleibt so wie es ist.

Also laden wir mal eben den Assi neu runter. Wow, 1.3 MB/s. Respekt, HP. Betreibt Ihr den Webserver auf einer eurer ausgemusterten Büro-PCs? Zumindest hat man dann in der Zwischenzeit Gelegenheit und Muße, den von HP mitgelieferten Weberotz wie McAfee runter zu werfen. Immerhin läuft das Ding nach der manuellen Installation schon mal. Und findet ein Bios Update von Dezember 2020.

Da wir das Support-Tool vor dem Einsenden natürlich auch benutzt hatten, stellt sich die Frage: haben diese Helden in Strumpfhosen das Bios von dem armen Gerät auf anno Tuk zurückgesetzt? Weil sie es können? Oder haben die doch das Board ausgetauscht? Und wieso haben die nicht das akutellste Bios eingespielt – Unfähigkeit, Bösartigkeit oder beides? Fragen über Fragen.

16.04.2021
Schatzi war neugierig und hat HP gefragt, was sie denn nun gemacht haben. Aha, ein neues Motherboard eingebaut. Für das BIOS-Update waren sie scheinbar zu faul, nun gut.

Ja klar, wir können bedenkenlos Windows auf 20H2 anheben, kein Thema. Sagt die Hotline. Leider schiesst sich das Update immer die Rübe weg und bleibt bei 61% hängen. Weil der tolle „Conexant Audio HD Driver“ nämlich Schwierigkeiten macht. Ein wenig Suchen im Internet ergab dann, dass man den Treiber gegen den Audio-Treiber von Microsoft tauschen muss.

Also gut, erst mal ganz normal den Conexant deinstalliert. Update läuft danach, nach einem Reboot hat er natürlich wieder den Conexant Treiber gefunden. Bin gespannt, bisher läuft der PC stabil.

Nun ja, HP kann nichts dafür, dass Conexant wohl pleite ging und daher keine neuen Treiber herstellt. Aber die sollten schon ihren Kunden so ein paar Handreichungen machen, ich möchte nicht wissen wie viele mit einem HP PC nun auf Windows 10 1909 festhängen.

Traurig.

Unsere Regierung und so

Ganz allgemein kann man sagen: ich lebe gerne hier in Deutschland. Man könnte es wirklich schlechter treffen. Leider gibt mir unsere Regierung mit ihren Anhängseln aber doch immer wieder zu denken.

Das führt dann auch dazu, dass ich diesen Beitrag hier veröffentliche, ihn wieder rausnehme, in umstrukturiere, wieder reinstelle etc. So ganz glücklich bin ich mit dem Resultat eigentlich nie. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich eben kein gelernter Journalist bin. Und natürlich, weil immer noch was „lustiges“ hinzukommt.

Politiker ganz allgemein

Über unsere Politiker wird ja fast überall fleißig gelästert. Was meines Erachtens aber auch nicht unbedingt verwunderlich ist. Skandale gibt es ja satt und genug – und dann noch das permanente Gejammer, unbedingt alles und jeden überwachen zu wollen. Vermutlich weil unsere Politiker in der ständigen Angst leben, von 82 Millionen Terroristen umzingelt zu sein.

Speziell für die CDU möchte ich hier mal auf diesen Beitrag vom Fefe-Blog verweisen. Generell sollte man diesen Blog regelmäßig lesen, das bildet weiter.

Informationen freigeben? Ist ja grundsätzlich Bäh. Das Informationsfreiheitsgesetz natürlich sowieso. Aber zumindest ist es eine gute Ausrede, kein Lobbyregister zu wollen… (Quelle)

Bin ja auf die Bundestagswahlen September 2021 gespannt. Sollte es danach wieder eine große Koalition geben, dann ist sämtliche Hoffnung für die Intelligenz dieser Bevölkerung verloren.

Generell sind die Kollegen ziemlich merkbefreit, so haben sie uns gerade mit den tollen Upload-Filtern beglückt. Klar, was soll da schon schiefgehen. Und wenn die Filterungs-Infrastruktur erst mal steht, kann man die ja noch bequem erweitern um Leute, die unbequemes denken…

Corona

Sehr deutlich konnten wir ab Januar 2020 die Kompetenz unserer Regierung bei der Bewältigung von Corona in vollen Zügen genießen: Fahren auf Sicht, eine Verlängerung des 2021er Lockdowns im 2-Wochen-Takt, dann so als bisherige Krönung Anfang März 2021 dann die Ankündigung, man bräuchte noch den kompletten März 2021, um eine Teststrategie auszuarbeiten. Klar, kommt ja auch so überraschend, dass Tests verfügbar sind.  Ich verweise hier nur zu gerne auf eine Kolumne von Sascha Lobo im Spiegel. Und, speziell was auch die Einschränkungen angeht, haben die Nachdenkseiten wahre Worte gesprochen.

Apropos „dämlich“: in 2019 hat die Bertelsmann Stiftung noch gefordert, man solle doch die Hälfte der Krankenhäuser schließen. Jetzt stellt man überraschend fest, dass die Plätze in den Krankenhäusern nicht ausreichen. Tja.

Wir hatten im September 2020 ja einen Mini-Lockdown. Sollen alle zuhause bleiben wenn möglich da wir sonst alle sterben. Dafür pferchen wir aber weiterhin 30 Kinder in einem engen Klassenraum zusammen. Oh, die Zahl der Infektionen bei den Schülern nimmt zu? Ja wer konnte denn damit rechnen! Wenn uns doch nur einer gewarnt hätte!

Bekanntlich haben wir ja nicht die maximal 1 Milliarde Euro über, um in allen Schulen Luftreiniger aufzustellen. Aber 5.5 Milliarden für 38 Eurofighter? Klar, haben wir. Easy. Das ist ja auch für…äh… etwas wichtiges!

Witzig auch, dass anhand von Corona dann wunderschön rausgearbeitet wurde, wie sehr die Große Koalition das Vorantreiben der Digitalisierung verkackt hat. Andere Länder haben kein Problem mit Homeschooling, da kriegen die Schüler alle ein Tablet in die Hand gedrückt, Gigabit-Internet ist ja vorhanden und dann go. Bei uns lief es dann erheblich anders.

Insgesamt kann ich nur sagen: es wäre besser gewesen, entweder rein gar nichts zu machen und der Infektion ihren Lauf zu lassen oder aber einen richtigen Lockdown zu machen, dafür aber auch mit den Impfungen und Schnelltests aus dem Quark zu kommen. Zu dem brillanten Hin und Her der Beschlüsse fällt mir echt nur noch der Klassiker von Gernot Hassknecht aus der heute-show ein.

Besonders toll: wir können also März 2021 nicht an die Nordsee oder sonstwo in Deutschland Urlaub machen, aber nach Mallorca ist kein Problem. Ja, klingt logisch.

Was mir auch die Zornesröte ins Gesicht treibt: an einer Bushaltestelle hier um die Ecke ist ein Plakat mit der Impf-Werbung „Deutschland krempelt die Ärmel hoch“ wo die liebe Regierung versucht, die Leute zu motivieren, sich impfen zu lassen. Finde ich ja nett, dass sie dafür Geld und Zeit haben. Bei mir scheitert es aber gar nicht an der Motivation, mich impfen zu lassen. Ich kenne auch niemanden persönlich, der was dagegen hätte, sich impfen zu lassen. Jetzt müsste es die Regierung nur mal geschissen bekommen, uns auch mal einen verfickten Impftermin anzubieten!

Update vom 07.05.2021: man sollte es nicht glauben, ich habe schon für den 30.05. einen Impftermin… hui! Auch lustig: wenn man die Unterlagen runter lädt, dann muss man den Aufklärungsbogen (Seiten 5 bis 8) zwei mal drucken, den Anamnese-Bogen (Seiten 3 und 4) ganze vier Mal. Stellt sich dem naiven Laien natürlich die Frage, warum zum Geier die bei der Erstellung des PDFs die Seiten nicht entsprechend direkt darin so ablegen, dass der User nur noch auf „drucken“ klicken muss? Mich würde ja eine Auswertung interessieren, wie viele Leute die korrekten Ausdrucke dabei haben. Jede Zahl über 25% würde mich positiv überraschen.

Digitalisierung

Auch so ein Thema des Vollversagens. Circa 20 Jahre lang von der Großen Koalition verschnarcht und spätestens bei Corona dringend benötigt. Tja. Wie war das: „Wenn Du keine Entscheidungen fällst, fällen Sie Dich“.

Wie schrieb fefe am 28.04.2021 so treffend: „Die FDP hat ihre Verfassungsbeschwerde gegen die Bundesnotbremse per Kurier einwerfen müssen. Weil das Fax kaputt war.“

Ein Kollege kommentierte das trocken mit „Immerhin war der Briefkasten noch da“.

Rente

Lange und traurige Geschichte. Rot-Grün hat das Rentensystem kastriert und Schwarz-Rot sah sich nicht bemüßigt, daran was zu korrigieren. Stattdessen hat man uns ja die Riester-Renten aufgeschwatzt, von denen mittlerweile sogar die Regierung begriffen hat, dass sie nicht das Gelbe vom Ei sind.

Ich warte ja auf den Tag wo man uns erzählt, dass wegen der Einbußen durch Corona leider, leider die Regelarbeitszeit auf 70 Jahre angehoben werden muss. Entsprechende Vorstöße gibt es ja schon länger. Und vor allem immer wieder. Besonders scheint sich da die FAZ hervorzutun.

Lesens- und sehenswert zum Thema Rente jedenfalls ein paar Beiträge, die jeder gesehen haben sollte, der mal irgendwann von seiner Rente leben zu können soll:

Und natürlich eine Buchempfehlung: „Lügen mit Zahlen“ von Professor Gerd Bosbach. Das Buch ist generell interessant, hat aber auch sehr informative Kommentare zu dem Thema der Rente mit drin.

Was man bei dem ewigen „Mimimi, es wird immer mehr Alte geben und zu wenig junge Menschen und im Jahr 2050 wird das alles kippen“ – ein Geplärre, was wir uns bereits ein paar Jahre anhören dürfen – bedenken sollte:

  • Diese Prognose geht 30 Jahre in die Zukunft. Denkt doch mal 30 Jahre zurück – Juni 2021 wären wir also im Jahr 1991. Wer hätte zu dem Zeitpunkt von Industrie 4.0, Internet, Corona, Elektroautos etc. irgendwas gewusst? Und wo wir gerade dabei sind, wer hätte gedacht, dass ausgerechnet eine rot-grüne Regierung es schaffen wird, Hartz IV einzuführen und seine eigene Klientel mal so richtig zu verarschen?
  • Unsere Regierung kann uns jetzt noch nicht sagen, welche Renten wir den Leuten nächstes oder gar übernächstes Jahr zahlen werden, weil es ja auch vom Umsatz und Verdienst in diesem Jahr abhängt. Ist verständlich und okay – aber das Jahr 2050, das haben die voll im Griff!
  • Dieses Gewinsel mit „wir sterben aus“ gibt es schon mindestens seit 1960 und trotzdem gibt es uns noch.
  • 2006 wurde gesagt, der Rentenbeitrag läge 2020 bei mindestens 19.6%, wir liegen aber bei 18.6% – und obwohl wir ja so heroisch aussterben, haben wir immer mehr versicherungspflichtig Beschäftige. (siehe „Die wahre Rentenlüge„)

Vorratsdatenspeicherung und Überwachung

Eines der Lieblingsthemen von CDU und SPD ist ja die bekanntermaßen die Vorratsdatenspeicherung. Grundsätzlich kann man schon mal beobachten, dass die Ausreden bei der Einschränkung der Bürgerrechte immer die gleichen sind: es geht eigentlich immer gegen die Terroristen oder gegen Kinderpornos. Idealerweise gegen Kinderpornos produzierende Raubkopierer-Terroisten.

Gemessen daran, wie viel Sachen die schon mit dieser Ausrede durchgebracht haben, müssen 99% der Bevölkerung entweder Terroristen, Kinderschänder oder sogar beides sein.

Besonders genial finde ich bei diesem Thema die absolute Ignoranz der (nicht von mir!) gewählten „Volksvertreter“. Das wird erst so richtig lustig, wenn man es im Zusammenhang betrachtet:

Die Polit-Clowns wollen alle Daten zusammenschnorcheln, die sie nur kriegen können. Diese Datenmüllhalde wäre dann eh zu groß, als dass sie es gescheit hinbekämen, die Mengen noch zu sichten. Wenn schon das Bundestagsnetzwerk gehackt wird, sich die Abgeordneten gigabyteweise Mails klauen lassen, dann sind die gesammelten Daten aus der Vorratsspeicherung natürlich trotzdem absolut bombensicher und die werden sich die Daten natürlich niemals klauen lassen. Dazu passend auch:

Aber das Risiko sollte es uns schon wert sein, denn bestenfalls könnte man damit 0,06% mehr Verbrechen aufklären. Die Polit-Clowns haben ja auch bereits mehrfach vom Gericht auf den Deckel bekommen, aber sie lernen es einfach nicht. Sah man auch im Februar 2017 wieder sehr deutlich: die neue Vorratsdatenspeicherung ist rechtswidrig…Nein! Doch! Oh! Wer konnte denn nur damit rechnen? Entsprechend wurde im Juni 2017 dann auch die Vorratsdatenspeicherung zum gefühlt 382. Mal von einem Gericht kassiert.

Eine schöne Zusammenfassung der tollen Vorratsdatenspeicherung vom Spiegel inklusive eines Kommentars zum nächsten Anlauf.

Übrigens ist die Vorratsdatenspeicherung natürlich nur für schwere Straftaten. Dazu passt dann die Erfassung der Kfz-Kennzeichen, die selbstredend nur und ausschließlich zur Erhebung der Maut und niemals für was anderes benutzt werden dürfen… jetzt sicherheitshalber gespeichert werden sollen. Man weiss ja nie, ob man die nicht noch mal brauchen kann.

Hier noch ein paar Highlights:

Lasst mich mal die „Denkweise“ (so man das überhaupt so nennen kann) gewisser politischer Kleingeister noch mal zusammenfassen:

ProblemErbsenhirn-Lösung
TerroranschlagVorratsdatenspeicherung + Totale Überwachung
KinderpornosVorratsdatenspeicherung + Totale Überwachung
DatendiebstahlVorratsdatenspeicherung + Totale Überwachung
BeleidigungenVorratsdatenspeicherung + Totale Überwachung
FalschparkerVorratsdatenspeicherung + Totale Überwachung
OnlinecasinoVorratsdatenspeicherung + Totale Überwachung
Die Alte zickt rumVorratsdatenspeicherung + Totale Überwachung
es regnetVorratsdatenspeicherung + Totale Überwachung
Denkweise diverser Polit-Clowns

Keine Ahnung wie der Rest der Welt das sieht, aber ich finde diese „Lösungen“ dann doch eher eintönig und langweilig.

Weitere Gesetzgebung

Aber auch sonst lässt sich unsere Regierung nicht lumpen.

Eine Frau behauptet nach nur 6 Jahren, sie sei sexuell belästigt worden. Beweise gibt es keine, braucht sie aber auch nicht. Denn der Mann wird verurteilt, scheinbar eben aus keinem anderen Grund, als dass er ein Mann ist. Um sicherzustellen, dass das auch in Zukunft so bleibt, soll endlich das Sexualstrafrecht verschärft werden. Gefällt mir.

Dass die Adressen der „normalen“ Bürger vom Einwohnermeldeamt verschachert werden können – Schwamm drüber! Aber auch die von Den Politikern? Nee, da muss man doch was tun, muss man da doch! Die Bachstelze hat zwei gleiche Beine, besonders das Rechte. Dazu hat sich am 30.09.2019 auch heise geäussert. Ist immer wieder schön, wie genau die Parteien und Politiker, die einem die Scheisse eingebrockt haben, dann nach Ausnahmen quengeln, wenn es sie selbst betrifft.

Am 30.09.2019 konnte man dann bei heise lesen, dass das Prinzip der Datensparsamkeit doch total doof sei. Klar, liebe CDU, ich hatte auch nicht erwartet, dass Ihr irgendwas begriffen habt. Passt also wieder mal ins Gesamtbild.

Dann gab es ja noch den BND-Skandal. Man erinnert sich eventuell: der BND als Helfer der NSA. Da hat also der BND geltendes Recht mit Füßen getreten, und das in vollem Bewusstsein? Egal, passt schon! Die Seite enthält auch einen schönen Rückblick über das gesamte Geschehen, sehr lesenswert.

Die Polizei

Mal eines vorweg: die meisten unserer Gesetzeshüter tun unter den gegebenen Umständen ihr Bestes und ich möchte deren Job nicht mal geschenkt haben. Leider gibt es trotzdem gewisse Auswüchse, die mir nicht gefallen.

Bei diesen Fällen sagt eine befreundete Polizistin immer gerne „Du warst nicht dabei!“. Stimmt. Du aber auch nicht. Und wie es in einem meiner Thriller so treffend geschrieben stand, ist es bei der Polizei ein Reflex, erst mal die Kollegen zu decken. Immer gern genommen: wer die Polizisten dann anzeigt, kriegt vollautomatisch (haben die wahrscheinlich als Hotkey auf F1 liegen) seinerseits eine Anzeige wegen „Widerstand gegen die Staatsgewalt“. Aber immerhin würden die Polizisten ja niemals für ihre Kollegen lügen – oh, doch.

Polizei legt sich lieber nicht besoffenen Fussball-„Fans“ an.

Die CDU, FDP und AFD wollen die Kennzeichnungspflicht für Polizisten wieder aufheben. Weil das würde die Polizisten ja unter Generalverdacht stellen. Die gesamte Bevölkerung mit Vorratsdatenspeicherung und Bundestrojaner unter Generalverdacht stellen, das ist ok. Aber die Polizei? Das geht nicht…weil…weil…äh… dann könnte ja jemand, der von einem Pulk von 10 Polizisten verprügelt werden sollte, ja womöglich anhand der ID-Nummer einen der Täter benennen und das ginge ja gar nicht! (Wobei ich nicht unterstellen will, dass die Polizei wahllos Leute verprügelt aber zum einen soll es beim G20 Gipfel ja einigen Reportern so gegangen sein und zum anderen: wie war das doch gleich mit dem Standard-Spruch „Aber Sie haben doch nichts zu verbergen, oder? ODER?“) Aber die Dinger sind ja auch zu anfällig und zu schwer. Soso.

immerhin würde unsere Polizei auch niemals ihre Überwachungstechnik zu illegalen Zwecken einsetzen. Upps, scheinbar doch.

Wie, Akten rausgeben die die NSU-Morde betreffen? Da machen wir doch mal eine Sperrfrist von…äh… 120 Jahren!

Gibt auch sehr nette Dokus zum Thema Polizeigewalt: Sendung 1 und Sendung 2, und dieser Artikel.

Die bayerische Polizei braucht Panzer für…äh…?

Wenn ein Polizist einen Bürger verprügelt, steht erst mal Aussage gegen Aussage. Wobei dem Polizisten verständlicherweise mehr geglaubt wird. Und was ist, wenn es davon Video-Aufnahmen gibt? Easy, dann wird auch dem Polizisten geglaubt.

Der schlanke Staat

Auch so eine Sache, die von einer meiner Lieblingsparteien (der FDP) und natürlich der INSM vorangetrieben wird: der „schlanke Staat“. Die Grundidee dahinter ist relativ einfach: so viel wie möglich vom Staat abschaffen und das die private Wirtschaft übernehmen lassen weil die das ja so viel toller und effizienter kann.

Dieses Konzept hat dermaßen viele Haken, dass man bei den Befürwortern wahlweise Dummheit oder Bosheit unterstellen muss. Die Privatisierung der Wasserversorgung lohnt sich für den Bürger eher weniger, weil sein Wasser nämlich deutlich teurer wird. Die tolle private Riester-Rente hat abartig hohe Gebühren, die gesetzliche Rente nicht. Tja.

Und wie innovativ und fortschrittlich die privaten Firmen sind (die ja alles so viel besser und schneller können als der doofe Staat), konnte man sehr gut daran erkennen, dass man sie in der Corona-Krise erst dazu zwingen musste, die Mitarbeiter so viel wie möglich ins Homeoffice zu schicken.

Mir sagte ja auch ein ehemaliger Freund, er bräuchte die Dienstleistungen des Staates ja auch gar nicht. Fand ich komisch – okay vielleicht liegt es an mir, aber ich persönlich bin ein großer Freund davon, dass es asphaltierte Straßen gibt, Verkehrsregeln, die Polizei, Feuerwehr, Rettungswagen und Gerichte. In einer Welt ohne Staat fährst Du die Strasse entlang und ein anderer Fahrer, der von der Seite kommt und einfach keine Lust hat zu bremsen, knallt in Deinen Wagen. Nachdem Du Dein Autowrack an die Seite geschoben hast und weder die Polizeit rufen noch den anderen Fahrer verklagen kannst (es gibt ja kein Gericht) und Dich auch fragst weswegen Du ihn verklagen können wolltest (es gibt ja auch keine Verkehrsregeln), dann wird Dir schlagartig klar werden, dass der Staat eventuell doch gar nicht so überflüssig ist.

Gewisse Dinge müssen meiner Ansicht nach einfach vom Staat bereitgestellt werden, nämlich alles was mit lebenswichtiger Infrastruktur zu tun hat. Aus meiner Sicht würde ich da nicht nur die Straßen und Trinkwasser dazuzählen, sondern auch Strom und Internet.

Eine weitere Sache,die von den gleichen Leuten immer wieder gebetsmühlenartig runtergeleiert wird: „Die Steuern müssen gesenkt werden! Mehr Netto vom Brutto!“. Tja, Freunde. Zum einen gilt hier das Wort von Volker Pispers „Die Steuern müssen nicht gesenkt werden, sondern sie müssen gezahlt werden“. Zum anderen: wenn diesen Kreisen wirklich nur daran gelegen wäre, dass die normalen Arbeitnehmer mehr Netto kriegen, wie wäre es denn mit einer Erhöhung vom Brutto? Das würde so ganz nebenbei auch für eine höhere Rente sorgen. Ja, ich weiss, total wirre Idee.

Auch lustig: bei den Umfragen, wie zufrieden die Bevölkerung in den jeweiligen Ländern ist, liegen die Skandinavischen Länder regelmässig an der Spitze. Und was haben die? Pronzentual deutlich mehr Menschen sind da im öffentlichen Dienst angestellt und eine höhere Steuerquote als Deutschland. Wie schon Volker Pispers sagte: „Das, wovor wir die größte Angst haben, scheint glücklich zu machen“.

Dann natürlich „Wir müssen die Steuern senken!“. Nee, Freunde. Die Steuern müssen erstmal überhaupt gezahlt werden! Und wozu ein schlanker Staat führt, sieht man ja – zu wenig Personal in Gesundheitsämter, kaputt gespartes Gesundheitssystem, marode Brücken, kaputte Straßen, zu wenig Pflegekräfte etc.

Buchempfehlung: „Die Schock-Strategie“ von Naomi Klein.

Lesen bildet

Manchmal ist es schon erstaunlich, welchen Erkenntnisgewinn das Lesen von Büchern so bringen kann. Nicht zwingend wird dabei das komplette Weltbild umgekrempelt, aber man lernt halt doch noch einige interessante Sachen dazu, die einem so nicht bewusst waren.

Und nebenbei lernt auch einige schöne Ausdrücke kennen:

Status-Quo-Bias
Die Vorliebe, Dinge so zu lassen wie sie sind

„Premortem“
statt einer Post-Mortem-Analyse (der Patient ist bereits tot) wird vorher überlegt: okay, es ging schief.. woran könnte es gelegen haben. Anschliessend wird versucht, das Eintreten eben dieser Fehler zu verhindern

„Kontrafaktisch“
Überlegungen, die eine nicht eingetretene Situation betreffen. „Wenn ich als Frau geboren worden wäre“ – tja, bin ich aber nicht und wir werden nie herauskriegen können was genau dann geschehen wäre

„Wahr aber nutzlos“
Eine genaue Analyse über die Probleme beispielsweise in Entwicklungsländern ist zwar keine schlechte Idee, hilft aber meistens nicht weiter. Interessanter sind da konkrete Dinge, die man „mal eben“ tun kann.

„Erklärte Präferenz“
Das ist das, von dem die Leute selbst behaupten, dass es ihnen wichtig sei bzw. woran sie glauben.

„Beobachtete Präferenz“
Im Gegensatz zu der erklärten Präferenz ist die beobachtete Präferenz das, was den Leute wirklich wichtig ist bzw. was sie glauben. Häufig gibt es starke Abweichungen zu den offenbarten Präferenzen.

Entscheidungsparalyse
Wenn man den Leuten zu viele Optionen bietet, neigen sie dazu, gar nichts zu wählen. Beispielsweise verkauft man mehr Marmelade, wenn man in einem Laden 6 Sorten zum Probieren anbietet, als wenn man da 24 Sorten hinstellt.

negative externe Effeke
Kosten, die man verursacht, aber nicht selbst trägt.

Kosten internalisieren
Die negativen externen Effekte wieder zum Erzeuger führen. Beispielsweise CO2 Steuer

Wer also mal ein wenig anregendes Material braucht, dem empfehle ich folgende Bücher:

„Das Black Box Prinzip“ von Matthew Syed:

Der Autor vergleich die Fliegerei mit der Medizin, was den Umgang mit Fehlern angeht. Während bei der Flugindustrie jeder Fehler untersucht wird, damit sich der Fehler nicht wiederholt, wird bei den Halbgöttern in Weiß ein Fehler lieber unter den Teppich gekehrt, was dann dazu führt, dass die gleichen Fehler noch mal gemacht werden.

Es ist für den Fortschritt unerlässlich, Sachen auszuprobieren, dabei Fehler zu machen, aus ihnen zu lernen und Verbesserungen vorzunehmen. Oft sind die richtig klingenden Ideen nutzneutral, während ein nicht so logisch klingender Weg super funktioniert.

Nicht zuletzt ist es wichtig, seine eigenen Annahmen auf die Probe zu stellen und zu überprüfen, ob es wirklich so ist, wie es aussieht. Wer die Wirksamkeit einer Maßnahme prüfen will, kommt nicht um eine Kontrollgruppe herum, damit man einen Vergleich anstellen kann.

„Freakonomics-Bücher“ von Stephen D. Levitt und Steven J. Dubner

Menschen verhalten sich alles andere als rational. Es geht um die generelle Frage, wie man die Leute dazu bringt, etwas zu tun oder eben nicht zu tun. Was treibt die Menschen an? In einem Wort: es geht um Anreize.

Erstaunlich ist, wie oft ein eigentlich genial klingender Plan, der theoretisch idiotensicher sein dürfte, dann total nach hinten losgeht und nicht nur nicht funktioniert, sondern die Sache sogar noch schlimmer macht.

Die in dem Buch geschilderten Sachen sind stellenweise schon echt schräg, so gehen die Autoren der Frage nach, ob Sumo-Ringer betrügen (ja, tun sie), führen ein Interview mit einem Callgirl über deren Preisgestaltung, zeigen auf warum Drogendealer meistens bei ihrer Mutter wohnen etc.

„Die Schock-Strategie“ von Naomi Klein

Die meisten Leute glauben ja den Blödsinn, der uns so erzählt wird von wegen „Juhu, alle Macht den Firmen! Freien Markt für alle! Der Staat muss schlanker werden und sich vor allem raushalten! Oh, die Banken haben so richtig Scheisse gebaut? Äh, Staat? Nu aber mal hier! Eingreifen, 500 Milliarden Euro den Bürgern aus der Tasche ziehen und uns geben, aber flott!“

Naomi Klein räumt auf mit dem Vorurteil, dass der freie Markt schon alles regeln wird. In dem Buch wird ziemlich schonungslos gezeigt, was für Auswirkungen der ach so freie Markt hat und wie schlimm es werden kann, wenn man den neoliberalen Theoretikern freie Hand lässt.

Stresstest Deutschland“ von Jens Berger:

Wir leben in einer Demokratie. Steht zumindest dran. Hat nur nicht mehr viel mit Demokratie zu tun. Der Autor bestätigt einem das, was auch schon der gesunde Menschenverstand sagt: eine schwäbische Hausfrau ist nicht das gleiche wie eine Volkswirtschaft, die Deregulierung der Märkte hilft nur den Firmenbesitzern und Managern, die Privatisierung des öffentlichen Sektors ist eine echte Scheissidee etc.

Lustig ist, dass diese Tatsachen in der normalen Presse gerne unter den Teppich gekehrt werden. Stattdessen singt man lieber das Hohelied der Neoliberalisierung.

„Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden“ von Gerd Bosbach

Wir begegnen tagtäglich in den Nachrichten und Zeitschriften mit Statistiken und Diagrammen. Hier geht es um das korrekte Verständnis von Statistik und Diagrammen – immer wieder stellt man fest, dass diese Daten in böser Absicht (manchmal auch durch Unfähigkeit) manipuliert werden.

Wir lernen hier, manipulierte Grafiken zu erkennen und vor allem die größeren Zusammenhänge zu beachten. Ein kleines Beispiel: „Dieses Jahr werden 5000 Lehrer neu eingestellt!“. Oh, das ist schön. Gegenfrage: Wie viele Lehrer gehen denn in diesem Jahr in Rente? Upps, dann sieht die Zahl auf einmal nicht mehr so gut aus.

(Auf das Buch musste ich früher oder später ja aufmerksam werden, unter anderem deswegen weil der Autor uns bei der Rheinischen Akademie Köln damals das Programmieren in Pascal beigebracht hat.)

„Switch: Veränderungen wagen und dadurch gewinnen!“ von Chip und Dan Heath

Hier geht es um die Frage, wie man Veränderungen umsetzen kann, sowohl im geschäftlichen Bereich als auch privat. Das Grundkonzept ist, dass der Menschliche Verstand (das Bewusstsein) wie ein Elefantenreiter ist. Das kurzfristig denkende Belohnungssystem (der innere Schweinehund) ist in diesem Sinnbild der Elefant. Der Reiter kann den Elefanten nicht auf Dauer zu etwas zwingen, also muss man Reiter und Elefant gemeinsam motivieren, in die gleiche Richtung zu laufen.

Untermauert wird dieses Konzept durch viele Beispiele von Menschen, die auch ohne eine Machtposition inne zu haben trotzdem sehr viel verändern konnten, indem sie bei der Chefetage sowohl den Reiter als auch den Elefanten ansprachen.

„Der Drache in meiner Garage. Oder die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven“ von Carl Sagan

Hier haben wir eine Liebeserklärung an die Wissenschaft. Der Autor (vergleichbar hierzulande mit Professor Harald Lesch) erklärt uns, wie die wissenschaftliche Forschung funktioniert. Nämlich indem man seine Hypothesen aufstellt und dann zur Diskussion stellt, wobei dann alle anderen versuchen, diese Theorie zu widerlegen.

Je unglaublicher eine Behauptung ist, desto stärker müssen die Beweise dafür sein. Von daher ist dieses Buch eine Anleitung, wie man gegen Aberglauben vorgeht – sei es der angebliche Missbrauch durch Ausserirdische, das Funktionieren von Astrologie oder auch nur komische Statistiken einer Regierung.

„Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt“ von Richard H. Taler

Auch hier geht es um Anreize und die Frage, warum Leute sich für eine bestimmte Möglichkeit entscheiden. Jedoch erheblich anders als beispielsweise bei den Freakonomics.

Denn der Autor stellt durchaus zutreffend fest, dass die meisten Leute zu faul/doof/beschäftigt sind, um sich selbst Gedanken zu machen. Also kann es durchaus im Interesse aller sein, den Leuten sinnvolle Vorgaben zu machen.

Eines seiner Beispiele ist das englische Konzept einer Zusatzversicherung. Da zahlt der Arbeitgeber die nötige Summe in eine Versicherung ein, den Arbeitnehmer kostet es keinen Cent, er muss nur unterschreiben, dass er das auch will. Und nur 51% der Berechtigten nehmen es auch in Anspruch.

Angriff der Algorithmen“ von Cathy O’Neil

Allein schon von Berufs wegen wusste ich das, was dort in dem Buch steht, schon vorher: die automatische Bewertung und Auswertung von Personen und ihren Daten findet forlaufend statt und hat enorme Auswirkungen. Dass Geschäfte ihre potentiellen Kunden bewerten, ist verständlich.

Pervers wird das System aber dadurch, dass ein Bewertungsalgorithmus immer als gottgleich angesehen wird und Fehler als ausgeschlossen betrachtet werden. Bekanntestes Beispiel dürfte wohl die Schufa sein: wer dort einen schlechten Score hat, hat eben Pech gehabt. Warum und wieso der Score schlecht ist? Steht da nicht, interessiert auch keinen und dagegen angehen ist auch schwierig.

Auch hier findet man ähnlich wie beim Black-Box-Buch den Hinweis auf fehlerhafte Feedback-Schleifen. Es wird nicht kontrolliert, ob z.B. jemand, dessen Kreditantrag abgelehnt wurde, bei einer anderen Bank doch einen Kredit bekam und den auch erfolgreich zurückzahlt – was dann nämlich das Potential bietet, den eigenen Algorithmus zu verbessern.