Man muss unsere Regierung einfach lieben

Hier mal zwei interessante Artikel aus der Zeit, die man einfach mal gelesen haben muss. Darauf hat der Fefe Blog dankenswerterweise hingewiesen und ich greife es nur zu gerne auf:

http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2016-06/sexueller-uebergriff-deutsche-bahn-polizei

Coole Sache. Die Polizei hat also keine Lust, sich mit besoffenen Fussball- „Fans“ anzulegen. Also ist alles gut und nix passiert. Also den besoffenen Fussballfans passiert nix.

http://www.zeit.de/2016/28/sexualstrafrecht-verschaerfung-kritik/komplettansicht

Noch cooler. Wenn es keine besoffenen Horden sind, dann kann man auch gegen die Leute vorgehen. Simpler Fall: nach nur 6 Jahren behauptet die Frau, sie sei sexuell belästigt worden. Es steht Aussage gegen Aussage, aber es gibt einen schlagenden Beweis: er ist ein Mann und somit per Definition schuldig und wird daher verknackt, zwar nur auf Bewährung aber den Job ist er trotzdem los und gilt als vorbestraft.

Aber, gute Nachrichten: man will nun endlich das Sexualstrafrecht verschärfen. Jaha, da kommt Freude auf. Vermutlich kann man dann schon in den Bau wandern, wenn man nur daran gedacht haben könnte, eine Frau anzufassen.

Ich sag ja, wir leben hier wie in einer Bananenrepublik, nur haben wir noch das miese Wetter dazu.

Wer sich mal ein komplettes Bild zum Thema der Vorratsdatenspeicherung verschaffen will (und wieso sie kompletter Schwachsinn ist), den möchte ich auf folgende Zusammenstellung von Spiegel online verweisen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/vorratsdatenspeicherung-die-wichtigsten-texte-zum-comeback-der-vds-a-1068480.html

Sehr lesenswert!

Spiegel Online dazu.

Besonders fein an der Vorratsdatenspeicherung finde ich die absolute Ignoranz der (nicht von mir!) gewählten „Volksvertreter“. Wird erst so richtig lustig, wenn man es im Zusammenhang betrachtet:

  • Die Polit-Clowns wollen alle Daten zusammenschnorcheln, die sie nur kriegen können
  • diese Datenmüllhalde ist eh zu groß, als dass sie es gescheit hinbekämen, die Mengen noch zu sichten
  • aufgrund der schieren Datenmengen ist der Datenvorrat für eine Menge Kriminelle interessant. Wenn die sich schon das eigene Bundestagsnetzwerk hacken lassen, dann sind die gesammelten Daten aus der Vorratsspeicherung natürlich absolut bombensicher und die werden sich die Daten natürlich niemals klauen lassen
  • Selbst das BKA musste ja zugeben, dass sie durch die seinerzeit bestehdende Vorratsdatenspeicherung nur 0.001% mehr Fälle aufklären konnten
  • Es wird immer gern gesagt, dass dadurch Terrorismus bekämpft werden soll. Hat z.B. in Frankreich, wo man die tolle Vorratsdatenspeicherung bereits 2006 eingeführt hat, mit Charlie Hebdo ja auch total klasse funktioniert, denn der Anschlag da wurde bekanntlich…äh… nicht verhindert.
  • sie haben bereits mehrfach vom Gericht aufs Maul bekommen, aber sie lernen es einfach nicht
  • die Vorratsdatenspeicherung ist natürlich nur für schwere Straftaten. Nur blöd, dass „schwere Straftat“ nirgendwo genau definiert ist.

Ach kommt, der Vollständigkeit wegen und zur Erinnerung: http://www.dubistterrorist.de

Na Freunde, einen haben wir noch: den Bundestagsabgeordneten wurden gigabyteweise Emails geklaut. Ach Leute, das tut mir aber leid!

Wie man unter https://heise.de/-3606139 lesen kann, wünschen sich die Politiker der Union hohe Strafen gegen Leute, die Falschmeldungen verbreiten.

Warum nur muss ich jetzt an das „Ministerium für Liebe“ aus dem Roman „1984“ denken? Denn was wahr ist, bestimmt dann einfach die liebe CDU?
Und gelten die Strafen dann auch bei Wahlversprechen wie „Mit mir wird es keine PkW-Maut geben“, „Die Rente ist sicher“, „blühende Landschaften“ etc?

Update vom 05.02.2017:
Die neue Vorratssdatenspeicherung ist rechtswidrig…Nein! Doch! Oh!

Update vom 25.05.2017:
Bundestrojaner-Einsatz für jeden Furz
Wie viel Überwachung wollen wir wirklich?

Update vom 20.06.2017:
Jupp, Bundestrojaner für jeden Furz!
Was bin ich froh, keine Kinder zu haben. Was das damit zu tun hat? Nun, in ein paar Jahren muss ich mich von meinen Kindern nicht fragen lassen, wieso ich denn nichts getan hätte… kann schon wieder gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen könnte.

Update vom 22.06.2017:
Kurz vor knapp wurde zumindest noch die schwule Vorratsdatenspeicherung zum gefühlt 382. Mal von einem Gericht kassiert. Soweit, so gut.

Update vom 23.06.2017:
Zum Ausgleich haben die Pausenclowns das neue Abschnorchel-Gesetz durchgewunken. Könnte da noch viel zu sagen, aber wieso?
Klage ist jedenfalls in der Mache. Und eine innere Stimme sagt mir, dass der liebe Gesetzgebe wie auch die letzten Male wieder auf den Sack kriegen wird.

 

Lesen bildet

Manchmal ist es schon erstaunlich, welchen Erkenntnisgewinn das Lesen von Büchern so bringen kann. Wer mal ein wenig anregendes Material braucht, dem empfehle ich:

Nehmen wir doch mal einen Punkt, der uns alle betrifft: die allgemeine Lage der Wirtschaft, die Arbeitslosenzahlen und das Gehalt, was denen gezahlt wird, die (noch) eine Anstellung haben.

Da hört man beispielsweise von unseren Politclowns in jeder beliebigen Nachrichtensendung, dass Deutschland ein Export-Land und wie wichtig demnach der Export für unsere Wirtschaft sei. Und daher sei es ja auch alternativlos, dass die Löhne „konkurrenzfähig“ blieben.

Stellen wir dem doch mal ein paar Fakten entgegen. Das Statistische Bundesamt schreibt zu dem Thema des Exports beispielsweise folgendes:

Die deutsche Wirtschaft ist in hohem Maße exportorientiert und damit auch exportabhängig. Annähernd jeder vierte Arbeitsplatz hängt heute vom Export ab.

Interessant. Denkt man nun über diesen Satz nach, fällt einem schlagartig auf (sollte es zumindest), daß demnach gut 75% eben nicht vom Export abhängen, sondern vom Binnenmarkt.

Stellt sich der interessierte Laie doch also die Frage: wenn doch mehr als drei Viertel der Beschäftigten darin arbeiten, sollten wir nicht viel lieber dafür sorgen, dass unser Binnenmarkt floriert?

Die reale Lohnentwicklung in Europa von den Jahren 2000 bis 2008 kann man einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts entnehmen: In diesen Jahren ging das reale Nettoeinkommen in Deutschland um 0.8% runter, während es in Großbritannien um 26,1% stieg.

Falls jetzt wieder irgend ein Klugscheisser ankommt und uns erzählen will „jaja, aber ab 2009 da gingen die Löhne doch sowas von ab“ – nö, leider auch nicht allzuviel besser.

Kleines Update: die Sendung der Anstalt vom 16.05.2017 greift sehr schön dieses Thema auf. Hier der Faktencheck dazu.

Sicherlich macht es keinen Sinn, eine Lohnsteigerung in diesen 8 Jahren wie in Rumänen von 331,7% zu fordern. Hätte man allerdings die Gehälter so ansteigen lassen wie in Großbritannien, nämlich um 26,1% anstatt sie um 0,8% sinken zu lassen, dann hätten heute die Bundesbürger jeden Monat mal eben 26,9% mehr Geld zum Ausgeben in der Tasche. Und da die Leute eher weniger dazu neigen, wie Dagobert Duck ein Geldbad zu nehmen, würde ein großer Teil des Geldes umgehend wieder ausgegeben werden, was dann die Wirtschaft ordentlich brummen liesse.

Leider hat man bei uns jedoch stattdessen lieber einen Niedriglohnsektor durchgedrückt (zur Erinnerung: das hat weder die Wirtschaftshörige FDP verbrochen noch die wirtschaftsnahe CDU, sondern die Arbeitnehmerpartei SPD), der dazu geführt hat, dass die Leute weniger Geld bekommen und die Arbeitnehmer fast durch die Bank davor Angst haben, irgendwann nicht mehr arbeiten zu dürfen.

Hierzu auch ein interessanter Artikel der Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

Die einzig logische Folgerung:

  1. Abschaffung von Hartz IV und den entsprechenden Regelungen
  2. Anheben des Mindestlohnes auf mindestens 10 Euro
  3. Anheben aller Löhne um mindestens 15%, wir können ja im öffentlichen Dienst schon mal mit gutem Beispiel vorangehen
  4. alle Politiker, die was von „schwäbischen Hausfrauen“ faseln, sofort ihres Amtes entheben und davonjagen. Wer nicht begreift, dass ein Staatshaushalt ein klitzekleines bißchen anders funktioniert als ein Privathaushalt, hat im Bundestag nichts verloren
  5. Umsetzung der Grundidee von Keynes  , nämlich in Zeiten der Krise den Staat nicht sparen zu lassen, sondern stattdessen die Wirtschaft anzukurbeln.
  6. Rücknahme der Senkung des Rentenniveaus. Wurde eh nur gemacht, um der armen notleidenden Versicherungswirtschaft zu helfen.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich BWL noch nie leiden konnte und daher auch kein BWL studiert habe, dass ich auf so abstruse Ideen komme. Schliesslich könnte man ja auch der Trickle-Down-Theorie anhängen, wie es so viele BWL-Schnösel noch tun. Die übrigens absolut für den Eimer ist, aber gewisse Parteien und Leute wollen es ja einfach nicht lernen…

Vereinfacht ausgedrückt, besagt die Trickle-Down-Theorie folgendes: wenn man den oberen Zehntausend („Die Reichen“) einfach nur genug Zucker in den Arsch bläst, dann haben die irgendwann so viel, dass sie es ausgeben müssen und dann fällt auch was für alle darunter ab. Eine sehr schöne Veranschaulichung inklusive einer Gegenüberstellung von Theorie und Praxis findet sich hier.

Update vom 30.04.2016

Ein weiterer Vorteil meiner Ideen wäre, daß die Rente für die Bevölkerung steigen würde. Wenn jemand heutzutage 2000 Euro Brutto verdient, kann er sich auf jeden Fall auf die Altersarmut freuen. Laut der Sendung „Maybrit Illner“ vom 28.04.2016 kommt der Durchschnittsverdiener mit 2900 Brutto und einer durchschnittlichen Lebensarbeitszeit von 37 Jahren auf sagenhafte 880 Euro Rente, was unter der Armutsgrenze liegt.

Gute Arbeit, Freunde der Nacht.

 

C# Programmierung

Ich glaube, so langsam sollte ich meinen Blog umbenennen. Angelehnt an die Beiträge in der „heute show“ könnte ich meinen Blog auch „Marcs Logbuch der Bekloppten und Bescheuerten“ nennen…

Aktuell lese ich grad das Openbook von Galileo zum Thema „C# 2012“. Das Buch ist sehr gut und gerade in Anbetracht der Kosten von 0.00€ absolut sein Geld wert ^^

Was mir aber an der Sprache C# schon mal aufstösst (es handelt sich bisher um Schwachsinn, der aus den Vorgängersprachen C/C++ übernommen wurde):

  • Bei den Variablen und Befehlen wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Das ist auch sinnvoll, denn wer hatte nicht schon mal das unbedingte Bedürfnis, zur Erhöhung der Übersichtlichkeit endlich mal seinen Variablen die Namen „Nachname, NachName, NACHNAME und nachname“ zu geben und in allen vier Variablen unterschiedliche Werte speichern zu können?
  • Bei der Interpretation der Anweisungen werden Zahlen vom Compiler erstmal als Zwischenergebnis wahlweise als Integer(Int32) oder Fliesskommazahl (Double) interpretiert und anschliessend erst in der Zielvariable gespeichert, wie uns das Kapitel 2.3.5 verrät.
    Das führt nun dazu, dass ein „float zahl = 0.123;“ nicht funktioniert. Neineinein, da kommt der Compiler nicht auf die Idee, das Ding direkt als float zu interpretieren sondern wandelt die Zahl munter in den Datentyp double um und heult dann rum, dass er aber keinen double-wert in einen float packen kann, weil double ja größere Zahlen enthalten kann.
    Lösung: „float zahl = 0.123F„, denn dann und nur dann kommt auch der Compiler auf die Idee, dass man in einer Float-Variable womöglich einen float-Wert speichern will.
  • auch sehr schön: konsequenterweise ist das Ergebnis von „double value = 3/4;“ nicht 0.75 sondern 0. Warum? Weil der Hornochse „3“ und „4“ als Integer erkennt, also hat das Ergebnis gefälligst auch ein Integer zu sein. Um dem Compiler hier auf die Sprünge zu helfen, muss man „3.0/4;“ oder „(double) 3/4;“ schreiben. Interessanterweise können anständige Programmiersprachen wie Delphi, VB und AutoIt sowas problemlos.

werde mal weiterlesen, ich bin gespannt, was mich noch hirnrissiges an dieser Sprache erwartet.